Start-up-Fieber und Goldgräberstimmung bei den Immobilienportalen

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Das neue Maklergesetz – diskutiert unter dem Schlagwort Bestellerprinzip – bringt Schwung in den traditionellen Geschäftszweig der Immobilienvermittler. Fast könnte von Goldgräberstimmung gesprochen werden, sieht man die vielen Start-up-Unternehmen, die binnen kurzer Zeit mit mehr oder weniger innovativen Vermittlungsmodellen auf den heiß umworbenen Markt drängen. Das Magazin „Deutsche ­Startups“ zählt gleich mehr als 30 Neugründungen für den Immobilien-Bereich, die das neu eingeführte Bestellerprinzip als Geschäftsmodell für sich nutzen wollen. Sie alle scheinen zu versprechen, dass Wohnungsvermittlung gleich gut, wenn nicht besser, ohne Makler funktioniert. Kostengünstig, bequem und online.

Dem Verbraucher sollte dies gefallen, doch wie gut und effektiv sind die neuen Dienstanbieter bei genauerer Betrachtung? Und: Steht hier ein Berufsstand vor der Auflösung?

Makler vs. Immobilien-Vermittlungs-Portale: Eine Win-win-Situation?

Vielfach werden aus Kreisen der traditionellen Makler-Unternehmen Stimmen laut, die Zweifel am Erfolg der neuen Immobilien-Vermittlungs-Portale äußern. Wohnen sei ein hochemotional besetztes Thema, bei dem der Makler eine wichtige Vermittlerrolle einnehme. Dessen Know-how sei nach wie vor gefragt. Dafür spricht, dass bei genauerer Betrachtung deutlich wird auch einige der jungen Start-ups auf traditionelle Maklerkompetenzen setzen, nur diese häufig eben nicht auf Provisionsbasis abrechnen. Es sei also hier die Frage erlaubt, ob sich auch zukünftig genug Kunden finden, die für den etablierten Makler-Service die höheren Maklerprovisionen zahlen möchten. Angesichts der Vielzahl neu gegründeter Immobilienvermittlungsportale drängt sich die Frage nach der Marktsättigung auf – wie viele Immobilienvermittlungsportale braucht der Markt?

Diese und andere Überlegungen auf beiden Seiten führen zu partieller Zusammenarbeit der Konkurrenten: Einige der Immobilienvermittlungsportale bieten lokalen Maklern Ihre Plattform als Vertriebsweg für eigene Angebote an und schaffen so zusätzliche Reichweite für Makler-Dienstleistungen. Immomio beispielsweise bietet Kunden kostenpflichtige Zusatzservices wie Exposéerstellung und Besichtigungsservices an, die das Immobilienvermittlungsportal an die regionalen Makler weiterleitet. Es gibt also auch Modelle jenseits des medial verkündeten Kampfes Makler vs. Immobilienvermittlungsportal.

Merkantile Kalkulation ist sicher auch die Begründung für die gesuchte Zusammenarbeit der Portale mit den Maklern: Es ist anzunehmen, dass viele der neuen Start-ups die ersten Geschäftsjahre nicht überstehen werden – sie sind sich selbst Konkurrenz. Kooperationspartner sind daher wichtig für die Etablierung und den Erhalt Ihres Dienstleistungsangebotes.

Die Qualität zum fairen Preis wird den Ausschlag geben – der Verbraucher möchte Zuverlässigkeit, fachliche Kompetenz und individuellen Service. Doch wer den deutschen Markt kennt, weiß, dass der Kunde dies so günstig wie möglich erhalten möchte. Für traditionelle Makler bedeutet dies: Alle Dienstleistungen prüfen und auf Markttauglichkeit sowie auf die neuen Bedingungen hin überarbeiten. Doch gegen wen treten sie an?

Das sind die Herausforderer – Immobilienvermittlungsportale im Überblick

Für alle, die bereits eine Wohnung bewohnen, aber einen geeigneten Mitbewohner suchen, bietet sich comate.me an. Hier verspricht das Portal, durch ausgeklügelte Algorithmen den menschlich passenden Mitbewohner auszufiltern. Die gewünschten Eigenschaften können individuell bestimmt werden.

Für reichlichen Nervenkitzel sorgt die Plattform Condaro. Hier können Suchende online Immobilien ersteigern. Besichtigungen sind nicht vorgesehen, die Vertragsabwicklung erfolgt online. Wohl eher ein Portal für Nervenstarke.

Wer es eilig hat, nutzt devepo. Das Immobilienvermittlungsportal mit Sitz in Frankfurt möchte Maklern und Vermieter bei der Suche nach dem idealen Mieter unterstützen – und wirbt mit lediglich zwei benötigten Stunden Zeitaufwand sowie mit reichlich Zusatzleistungen wie Rechtsberatung, Bonitätsprüfung und Mustermietvertrag.

Ähnliches hat EliteMieter.de als Anspruch formuliert: Nichts Geringeres als die perfekte Partnerschaft zwischen Vermieter und Mieter ist das Ziel – bequem von Zuhause aus und ebenfalls zeitsparend.

In diese Richtung lässt sich auch das Credo von domiando lesen. Das Münchner Unternehmen setzt auf einfache und günstige Vermittlung vom heimischen PC aus, Besichtigungsbetreuungsservice inklusive. Doch EliteMieter.de und domiando sind mit dieser Ausrichtung keineswegs alleine.

Partnerbörsen haben es vorgemacht, faceyourbase greift es auf: das Matching. Hier stellen Wohnungssuchende ihr Profil auf der Website bei denjenigen Wohnungen ein, die ihnen gefallen. Die Auswahl trifft dann – ganz traditionell – der Vermieter. Ebenfalls gekonnte Vermittlung anhand ausgeklügelter Matching-Parametern bieten die beiden Hamburger Start-ups moovin und immomio. Ohne Matching-Points aber mit direktem Vermieterkontakt ohne Maklerbeteiligung wirbt Housy aus Berlin um Kunden, die eine Wohnung oder ein Haus suchen.

Homeday, Homelike und Homewhere.io sind weitere neue Start-ups, die sich die erfolgreiche Vermittlung von Wohnungen vorgenommen haben. Homelike aus Köln hat sich auf möblierte Apartments als Langzeitunterkünfte für Geschäftsreisende spezialisiert, Homeday will den Verkauf und Kauf von Immobilien technologisch up to date bringen und Homewhere bietet sich als eine Art Pool, indem die Wohnungsangebote aller angegebenen Immobilienportale individuell zusammengeführt werden und so auf einen Blick zu erfassen sind.

Für Verkäufer könnte das Angebot von ImCheck24 interessant sein. ImCheck24 bietet kompetente Begleitung über den gesamten Verkauf hinweg an – vom Exposé über den Gutachter zur Wertermittlung, die Auswahl von Kaufinteressenten bis hin zur Betreuung von Besichtigungsterminen und der Erstellung eines Kaufvertrags. Auch Mitadu offeriert vergleichbare Dienste und verspricht, Verkaufen und Couch-surfing einander näher zu bringen. In Kooperation mit regionalen Partnern wie Maklern, Studenten der Immobilienwirtschaft und unternehmensgeschulten Fachleuten soll hier der Verkauf einer Immobilie bequem und unkompliziert bewerkstelligt werden können.

Etwas für Smartfon-Aficionados ist ImmoApply, das sich an Immobilienbesitzer wendet, die neue Mieter suchen. Die Gründer möchten private Vermieter unterstützen und durch die vielfältigen Stolperfallen bei der Mieterauswahl lotsen.

WunderAgent und nesthub, beide Start-ups mit Sitz in Berlin, sowie tenato orientieren sich an Vermieterwünschen, WunderAgent und nesthub (Seite mittlerweile offline) bieten Festpreise, tenanto sortiert per Software Bewerber vor und setzt auf einfache Bedienung der Benutzeroberfläche.

Vermietungsdienstleistungen zum Discount-Festpreis bietet auch Vermietfabrik, vorerst für Hamburg und Rostock. Ebenfalls freuen dürfen sich Hamburger Vermieter über vermietster.de, die alle Aufgaben im Zusammenhang mit einer Vermietung als Komplettservice anbieten – ähnlich wie McMakler. Ein umfassendes Leistungsspektrum bietet auch adequado Vermietungswilligen: Mietersuche, Besichtigungstermine und Wohnungsübergabe für alle, die selbst keine Zeit oder keine Erfahrung haben.

Mit Wunsch-Wohnviertel wird es für Mieter oder Käufer einfacher, sich eine Immobilie in einer bestimmten Region, einem Stadtviertel oder einer Straße zu suchen. Das Portal nennt Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen und Vermieter im ausgewählten Bereich und offeriert die Kontaktdaten zu einem Festpreis.

Für Mieter oder Kaufwillige ist Immobase eine neue Anlaufstelle. Immobase dient als Veröffentlichungsportal für Immobiliengesuche, wobei neben Wohnraum auch Gewerbeflächen gesucht werden können. Ein ähnliches Geschäftsmodell bietet auch Mietercasting. Unter dem launigen Firmennamen Immodelfin finden Interessierte ausschließlich provisionsfreie Angebote für den Großraum Berlin.

Als reines Serviceportal versteht sich das Hamburger Unternehmen immoverkauf24.de. Alle für den Verkauf eines Hauses oder von Grund und Boden relevanten Themen sind hier für Immobilienbesitzer informativ und übersichtlich erläutert. Immoverkauf24.de kooperiert dabei mit Maklern aus der jeweiligen Region. Eine informative Plattform ist auch talocasa, bereits seit 2014 tätig und von Hanse Ventures betreut.

Wer umzieht und einen Nachmieter sucht, für den ist Nachmieter.de das richtige Online-Portal. Eine Monatsmiete kann verdienen, wer das Angebot nutzt. Als Erweiterung von ­AirB‘n’B kommt das niederländische Unternehmen nestpick nach Deutschland. Möblierte Zimmer und Wohnungen für lang- bis mittelfristige Vermietungen sind die Spezialisierung dieses jungen Teams.

Vendomo und Yoventi sehen sich Full Service Agentur zur Immobilienvermittlung, Vendomo möchte Alternative zum Makler sein, Yoventi setzt bewusst auf traditionelle Maklerkompetenzen im neuen Gewand.

Neu auf dem deutschen Immobilienmarkt ist auch rightmove. In Großbritannien ein Marktführer in Online-Immobilienvermittlung expandiert das Unternehmen rasch. Makler und Immobilienentwickler zahlen Lizenzgebühren für die Nutzung der Plattform. rigthmove bindet Käufer wie Verkäufer, Mieter wie Vermieter gleichermaßen über seine Markführerstellung.

Wer sich für einen traditionellen Maklerservice entschieden hat, aber nicht weiß, welcher der geeignete Makler für die eigenen Bedürfnisse ist, dem bieten jetzt 123makler.de, MaklerMeile und Maklerkompass Hilfe bei der Auswahl. Dabei werden Qualität und Preise von Maklerleistungen evaluiert.

Die Zukunft der Makler wird … anders!

Wer sich noch an die Zeiten erinnern kann, als Wohnungsangebote und -gesuche in kryptischen Abkürzungen verklausuliert und ohne Bilder in Zeitungen erschienen, wird nicht umhin kommen, festzustellen, dass sich bereits vieles im Feld der Immobilienvermittlung verändert hat. Wurden noch vor 20 Jahren Exposés nur für hochwertige Immobilien erstellt und vor 10 Jahren zunächst verstärkt schwer vermittelbare Objekte auf den neuen Immobilienportalen mit Fotos und Grundriss präsentiert, so gehören mittlerweile aussagekräftige Unterlagen bis hin zum Video-Rundgang schon fast zur Normalität. Makler bestücken Ihre Geschäftsräume mit professionell gefertigten Fotos der Objekte und engagieren sich als Nachbarschaftsmakler – all das hat zu mehr Transparenz für den Kunden, mehr Service und zu besserer Qualiät der Maklerleistungen geführt.

Auch die neuen Immobilienvermittlungsportale werden ihren Einfluss auf die Tätigkeit eines Maklers haben. Wie der aussehen könnte, zeigen Tendenzen: Makler vernetzen sich, bilden selbst Multi Listing Systeme oder setzen bewusst auf persönliche Betreuung. Sicher wird auch der Rahmen der Provisionszahlungen sich verändern. Festpreisangebote oder Abonnements werden heute bereits angeboten.

Haben Sie bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einem der neuen Immobilienvermittlungsportale gemacht? Wie schätzen Sie deren Zukunft ein? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit.

15 Antworten
  1. Meifert
    Meifert says:

    Das Bestellerprinzip ist eingeführt – und nun betreten Startups den Maklermarkt, deren fachlicher Hintergrund das Online-Marketing ist und nicht die Immobilienbranche. Ein weiteres Startup-Projekt ist Righthome von Rocket Internet. Dieses Aktienunternehmen versteht sich als „Inkubator“. Konkret: Die Berufstätigkeit der Mitarbeiter im Hause Rocket Internet besteht darin, Konzepte für Online-Firmengründungen zu entwickeln. Das Konzept Righthome ist daher vor allem an Vermarktungsstrategien angelehnt: Vermittlung zum Festpreis, Beauftragung per Vorauskasse inklusive Serviceleistung für die Werbepräsention der angeboteten Wohnung. Was als Strategie wunderbar an die Online-Marketing-Welt angepasst ist, muss meiner Meinung nach noch lange nicht im realen Leben funktionieren. So verlockend es ja für einen Kunden klingt, zum günstigen Festpreis die Vermittlung abzugeben: Wie steht es um die Beraterkompetenzen der Righthome-Mitarbeiter, wenn sie keinerlei Qualifikation für die Maklerbranche mitbringen? Es würde mich interessieren, ob hier nicht sogar juristisch genauer nachgehakt werden könnte. Wäre nicht wenigstens eine Maklererlaubnis nach 34 c nötig? Typisch Marketing-Konzept scheint mir auch, dass jede Beratungsleistung extra gezahlt werden soll. Das sind Überlegungen, wie man einen günstigen Festpreis vermarktet, der dann durch notwendige Zusatzleistungen wieder finanziell hochgerechnet wird. Bei Righthome wird nicht mehr erfolgsabhängig gezahlt, sondern sofort bei Veröffentlichung des Angebots. Damit fällt jegliche Exklusivität weg, die ein beträchtlicher Grund für die Beauftragung eines Maklers ist. Außerdem kostet bei Righthome jeder Besichtigungsservice extra. Angeblich günstige Festpreise erweisen sich dadurch als Makulatur. Es ist eben ein „Hybrid“ aus dem „Inkubator“, sprich: Ein Online-Marketing-Konzept. Langjährige Erfahrung in der Branche, Fachkenntnisse oder gar Kompetenz zur Immobilienbewertung dürfte den Gründern fehlen. Ich habe da so meine Skepsis, ob eines dieser Startups tragfähig sein wird.

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    • Dr. Johannes Becher
      Dr. Johannes Becher says:

      Lieber Interessent,

      mein Name ist Johannes Becher und ich bin Geschäftsführer des Unternehmens Vendomo.de (vormals RightHome). Es freut mich, dass Sie sich intensiv mit unserem Angebot auseinandergesetzt haben. Als junges Unternehmen sind wir auf inhaltliches Feedback wie das Ihrige angewiesen. Allerdings müssen wir einige Dinge, die Sie erwähnt haben, richtig stellen:

      1.) Legalität unserer Dienstleistungen: Vendomo besitzt einer Maklererlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung. Unser Geschäftsmodell haben wir darüber hinaus von einer renommierten Wirtschaftskanzlei überprüfen lassen. Diese Kompetenz kommt auch unseren Kunden zu Gute, die – sofern gewünscht – geprüfte Musterverträge von uns erhalten. Natürlich ist dieser Service in unseren Festpreisen enthalten.

      2.) Qualifikation unserer Mitarbeiter: Viele unserer Mitarbeiter verfügen über langjährige Branchenerfahrung aus dem Maklergeschäft, der Immobilienfinanzierung, der Hausverwaltung uvm. Insbesondere diejenigen unserer Kollegen, die im Bankensektor tätig waren, kennen sich bestens mit der Bewertung von Wohnimmobilien aus. Unsere Mitarbeiter haben sich unter anderem deswegen für uns entschieden, da sie der Meinung sind, dass sich im Maklermarkt etwas zugunsten der Eigentümer, Mieter und Käufer von Immobilien verändern muss.

      3.) Erfolgsabhängigkeit und Exklusivität: Es ist richtig, dass unsere Gebühren auch dann anfallen, wenn die Immobilie nach dem Vermarktungszeitraum von 10 Monaten nicht vermietet oder verkauft werden konnte. Dies ermöglicht uns bei der Vermarktung, auf den richtigen Käufer/Mieter zu warten und im Verkauf den besten Verkaufspreis zu erzielen. Da wir für unsere Dienste stets vergütet werden, bauen wir keinen Druck gegenüber unseren Kunden auf, ein zu niedriges Angebot anzunehmen oder einen unqualifizierten Mieter zuzulassen. Nicht richtig ist, dass unsere Kunden in Vorkasse treten müssen. Exklusivrechte empfinden die meisten Eigentümer als Risiko, da der Vermarktungsauftrag nicht gekündigt werden kann, wenn der Eigentümer mit den Leistungen des Maklers nicht zufrieden ist.

      4.) Unsere Festpreise: Unsere transparenten und günstigen Festpreise finden bei unseren Kunden viel Anklang. Insbesondere die Maklergebühren im Verkauf, die bis zu 7,14 % des Verkaufspreises betragen können, werden in Relation zur erbrachten Dienstleistung als unangemessen hoch empfunden. In der Vermietung führt unser Team die Besichtigungen im Rahmen des Festpreises durch. Im Verkauf zeigt der Eigentümer seine Immobilie selbst den durch uns geprüften Interessenten. Wir meinen, dass Eigentümer ihre häufig mehrere Jahrzehnte selbst bewohnte Immobilie am besten kennen. Ferner kann sofort das für eine erfolgreiche Transaktion dringend notwendige direkte Vertrauensverhältnis zwischen Verkäufer und Käufer aufgebaut werden.

      Es ist richtig, dass Rocket Internet über Marketingkompetenzen auf höchstem Niveau verfügt. Für uns erscheint es logisch, diese auch für die Vermarktung von Immobilien im Dienste unserer Kunden einzusetzen. Dies ergibt Sinn, da die meisten Käufer und Mieter von Immobilien diese heutzutage über das Internet finden.

      Gerne würden wir auch Sie von unseren Leistungen überzeugen und stehen Ihnen natürlich für offene Fragen zur Verfügung. Melden Sie sich gerne bei uns, entweder per E-Mail an info@vendomo.de oder telefonisch unter 030 568374499.

      Herzliche Grüße,
      Dr. Johannes Becher

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  2. H.Bönigk
    H.Bönigk says:

    Ich hoffe das sich der Markt in 3 -4Jahren reguliert hat und die Start Ups verschwunden sind.
    Man muss wohl die Provisionen um die Hälfte ca senken wenn es geht und machbar ist.
    Schlank in den Kosten!!

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  3. Huss
    Huss says:

    Ein krampfhafter Versuch, Dinge schön zu reden, die so nicht funktionieren. Der seriöse Makler bietet eine für viele wichtige Diskretion und Selektion, die online nicht zu leisten ist. Was ich aber am coolsten finde ist, das der professionelle Wohnungsvermittler Nachweismakler ist und dass jeder Trittbrettfahrer plötzlich Dienstleistungen legal (???) abrechnen darf.

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  4. Olaf Miller
    Olaf Miller says:

    ich schließe mich der Meinung von „Huss“ an.
    Den Makler kann man nicht ersetzen. Die Besichtigung und die Abwicklung zu übernehmen ist deutschlandweit kaum zu bewältigen. Makler sind und bleiben Bestandteil der Vermittlung, diese auszugrenzen macht keinen Sinn. Solche Ideen kommen auch nur von Leuten die selbst noch nie vermietet haben. Sie sehen immer nur die Provision, die vor und Nacharbeit etc. nicht !!!

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  5. Christian Dau
    Christian Dau says:

    Bei allem Für und Wider für oder gegen neue Portale, freuen wir uns über eine Tatsache. Wenn Mieter, Vermieter, Makler, Eigentümer, Hausverwaltungen unserer Portal ausprobieren, sind Sie im Anschluss happy oder begeistert. Daher wird es auch täglich mehr. Das freut uns. Allen Akteuren im Markt viel Glück. Christian Dau

    PS: Also schnell zum Original: http://www.faceyourbase.com, da gibt es dann auch für die breite Vermarktung noch die Anzeigen kostenlos dazu.

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  6. Marcel Heidfeldt
    Marcel Heidfeldt says:

    Die meisten der neuen StartUp Ideen sind meiner Ansicht nach zu kompliziert und zu teuer. Umsteiger, also insbesondere private Vermieter, die bisher einen Makler beauftragt haben – da dieser ja vom Mieter bezahlt wurde – schauen auch jetzt darauf, so wenig wie möglich bezahlen zu müssen und gleichzeitig wenig Aufwand mit der Neuvermietung zu haben. Für diese muss die Bedienung einfach sein und ohne versteckte Kosten. Außerdem will der private Vermieter am Liebsten auch weiterhin nur ein oder zwei Mietinteressenten angeboten bekommen, die dann genau mit seinen Vorstellungen überein stimmen. Viele der neuen Portale funktionieren aber offenbar anders. Da bucht man beispielsweise einen preiswerten Grundservice und da dieser, wie man aber erst später merkt, allein vermeintlich wenig Erfolg bringt, viele (teure) Leistungen hinzu, die die Endrechnung in die Höhe von Maklerprovisionen katapultieren lassen könnten. Oder bei anderen Portalen wird der ehemalige Mieter dafür belohnt, dass er einen Nachmieter organisiert. Ob dieser am Ende dem Vermieter passt und ob er überhaupt die Miete pünktlich zahlen kann, bleibt häufig unklar. Im September dieses Jahres soll allerdings ein Vermittlungsportal ¨www.DerMieterfinder.de¨ an den Start gehen, welches für Mieter und Käufer – also für Suchende – absolut kostenlos ist. Schon allein dieser Umstand wird es für Vermieter aber auch für beauftragte Makler interessant machen, da sich hier eine Vielzahl von Mietern und Käufern kostenlos registrieren werden. Hinzu kommt, so verspricht es die Pre-Startseite, dass Vermietern und Maklern schon vor einer Registrierung angezeigt wird, ob überhaupt ein passender Interessent vorhanden ist. Und bezogen auf die Kommentare meiner Vorredner: mehrere Suchmaschinen ¨ enttarnen¨ die beiden Geschäftsführer von DerMieterfinder.de diese haben mehrere Jahre Erfahrungen bei einem bekannten Immobilienmakler aus Düsseldorf gesammelt. Ich denke die wissen, was Vermieter wollen und Mieter wünschen. Ich jedenfalls werde die versprochene ¨ einfachste Bedienung¨ des Portals bei meiner nächsten Wohnungssuche schon mal testen – ist ja kostenlos!

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  7. Tim
    Tim says:

    Wer heute neue Dienstleistungen mit dem Argument anbietet, besonders billig zu sein, hat wahrscheinlich den Zeitgeist nicht erkannt. Billig zu sein, ist erstens kein Alleinstellungsmerkmal und zweitens haben die Verbraucher mittlerweile erkannt, dass gute Leistungen und Qualität ihren Preis haben. Sich die Namen von solchen Billiganbietern zu merken, wird nicht nötig sein, denn sie sind so schnell wieder vom Markt verschwunden, wie sie aufgetaucht sind. Mitleid habe ich nur mit den Mitarbeitern, die verdienen garantiert nur einen Hungerlohn und werden gefeuert, wenn es nicht läuft.

    Antworten
  8. Thomas Walter
    Thomas Walter says:

    Die Newcomer mögen etwas Bewegung in den Markt bringen, aber was das wirklich wert ist, wird sich zeigen. Für kompetente Wohnraumvermittlung braucht es mehr als einen glänzenden Internetauftritt. Makler investieren viel Zeit und bieten persönliche Betreuung. Dieser Aufwand wird auch in den Fällen betrieben, wo es zu keinem Abschluss kommt. Diejenigen, die sich in der Immobilienbranche als Goldgräber versuchen, beschränken sich in der Mehrzahl darauf, Online-Service zu bieten. Dafür soll alles möglichst billig sein. Wie das mit einem gehobenen Qualitätsanspruch zu vereinbaren ist, bleibt die große Frage. Was gut ist, kostet. Wie alles im Leben.

    Antworten
  9. Thomas Schöffel, BIKA-Immobilien, Hattersheim
    Thomas Schöffel, BIKA-Immobilien, Hattersheim says:

    Naja, es wird hier versucht, mit neumodischem Businesssprech vozutäuschen, man hätte etwas ganz Tolles geschaffen. Wenn man sich das genau durchliest, fällt auf, daß hier alter Wein in neuen Schläuchen angeboten wird. Man hat mal wieder versucht, das Rad neu zu erfinden. Was soll da für den Kunden gutsein, eine Dienstleistung bezahlen zu müssen, auch wenn nichts erreicht wurde ? Das führt doch nur dazu, daß die Makler lustlos Leute durch die Immobilie schleifen, weil kein Anreiz mehr besteht, erfolgreich sein zu müssen. Und was soll ein Besichtigungsservice bewirken, wenn er irgendjemandem durchgeführt wird, der gar keine Ahnung von der Immobilie hat ? Oder gar, daß der Verjäufer das alleine und ohne Makler macht ? Das ist keine Verbesserung, sondern das Gegenteil. Und faceyourbase ist doch fast eher ein Wette als ein seriöses Geschäft. Hinter all dem schönen Businenndenglisch steht eins ums andere mal meist jeweils nur eine Teilleistung, die sonst der kompetente Makler insgesamt und allein erbracht hat. Makeln heißt im Wortsinne zusammenführen. Das Mietmakelgeschäft hat der Gesetzgeber kaputtgtemacht, indem er aus dem Makler nur jeweils einen „Im-Auftrag-von-Sucher“ gemacht hat und ihn auch noch mit einem (m.E. grundgesetzwidrigem) Kenntnisverwertungsverbot behindert, was das Anbieten dem Makler bekannter Objekte anbelangt. All dies mit dem Ausdruck „brintgt Schwung in den Markt“ zu bezeichnen, klingt doch arg nach lautem Pfeifen im Walde.

    Antworten
  10. Christian Dau
    Christian Dau says:

    Gerne noch mal an Herrn Schöffel gerichtet. Wir sind kein Gegner der Makler. Im Gegenteil. Viele Makler nutzen es schon, weil es Ihren Prozess vereinfacht und vorallem die Vorabqualifizierung in nachfragestarken Märkten viel effizienter steuert. Zudem kostet es weder den Makler etwas, noch den Hausverwalter oder Vermieter, es macht aber sehr viel bequemer und zudem erhält man alle Leads. Es gibt leider keinen Nachteil und es soll keine Konkurrenz sein. Es wird immer den Vermieter geben, der beim Makler bleiben will und den Vermieter, der es ohnehin alleine machen möchte. Für Beide sind wir die bequemste Lösung, die dazu auch noch kostenlos ist und den viel interessierteren Mieter rausfiltert. Wir haben viel weniger Besichtigungs No Shows als die herkömmliche Wohnungssuche. Einfach mal ausprobieren, machen Sie es sich zu nutze. Es ist ja ohnehin kostenlos auch für Sie. Also Willkommen. Grüße…

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  11. MN
    MN says:

    Es ist zur Zeit nicht einfach, diese Veränderungen zu valuieren.
    Es ist aber zu beobachten, dass allgemein alles, was mit dem Finden, Kaufen, Anbieten, Mieten oder Verkaufen von Immobilien zu tun hat, mehr in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerät. Dies wurde durch verschiedene Faktoren ausgelöst: Niedrige Zinsen ermöglichen einem größeren Kreis von Kunden einen Immobilienerwerb, ausländische Investoren entdecken den deutschen Markt, es herrscht vielfach eine Wohnungsknappheit in vitalen Ballungsräumen, es gibt neue gesetzliche Regelungen für die Vermittlung und nicht zuletzt wirkt die kumulierte massive Werbung, die die jungen Start-ups betreiben müssen, um auf sich aufmerksam zu machen. Dazu kommen verstärkt Medienberichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
    Das alles hat definitiv Auswirkungen auf den Berufsstand der Makler wie auf einzelne Makler selbst. Der einzelne Makler ist viel stärker gefordert, seine Tätigkeit zu bewerben. Andererseits bieten sich ihm aber auch viel mehr Möglichekeiten dies kreativ umzusetzen. Die Diskussionen innerhalb der Maklerverbände und Netzwerke werden zeigen, welche Veränderungen Bestand haben werden. Sicher werden nicht alle Start-ups die ersten Jahre wirtschaftlich überleben. Ihr Angebot wird die „Großen“ zwingen, ebenfalls ihre Dienstleistungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu erweitern. Spezialisierung ist eine Möglichkeit die Maklern offen steht. Die andere ist, die Dienstleistung zu verschieben. Abnehmer der Dienstleistung ist dann nicht länger nur der Endkunde, sondern – zwischengeschaltet – das eine oder andere Immobilienportal.

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