Erste Klage gegen Bestellerprinzip zurückgewiesen

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Es konnte von den Klägern nicht überzeugend dargelegt werden, dass das Gesetz die Existenz des gesamten Berufsstands und des eigenen Unternehmens bedrohe, so hieß es in der Begründung der Richter. Nun setzen die Kläger auf ihre zeitgleich laufende Verfassungsbeschwerde.

Als Kläger traten ein Mieter und zwei Immobilienmakler auf. Während der Mieter der Ansicht war, eingeschränkt in seinem Recht auf Vertragsfreiheit zu sein, sahen sich die beiden Vermittler in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Die Einführung des Bestellerprinzips wollte die Gruppe um den Immobilienmakler Frank Baur per Eilentscheid aufhalten. Dieses Unterfangen war jedoch nicht von Erfolg gekrönt.

Deutliche Worte des Bundesverfassungsgerichtes

Für das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes fanden die zuständigen Richter deutliche Worte. Es sei nicht von einer Existenzbedrohung für den gesamten Berufsstand der Immobilienmakler auszugehen, so die Richter in ihrer Begründung. Daten des statistischen Bundesamtes zufolge habe es im Jahr 2012 in Deutschland knapp 38.000 Unternehmen gegeben, die ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt in der Verwaltung und Vermittlung von Wohnungen, Gebäuden und Grundstücken für Dritte hätten. Hiermit hätten diese Unternehmen mehr als 17 Milliarden Euro umgesetzt, was durchschnittlich mehr als 450.000 Euro pro Unternehmen entspräche. Auf Grundlage dieser Zahlen ergebe sich eine durchschnittliche finanzielle Belastung dieser Unternehmen in Höhe von rund 8.000 Euro pro Jahr, was das Bundesverfassungsgericht nicht als existenzbedrohend einstufte. Prognostiziert wurden von den Klägern Einbußen beim Umsatz durch die Neuregelung in Höhe von mehr als 300 Millionen Euro für die gesamte Branche.

Kläger hoffen auf Verfassungsbeschwerde

Die Richter monierten, dass die Behauptung der Kläger, dass ihnen selbst die Insolvenz drohe, nicht durch konkrete Zahlen belegt werden konnte. Allein aus diesem Grund konnte dem Eilantrag nicht stattgegeben werden. Zudem sei die Verfassungsbeschwerde des Mieters offensichtlich unzulässig. Daher musste auch der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgelehnt werden, ohne überhaupt eine Abwägung der Folgen vornehmen zu müssen. Es könne nicht ausgegangen werden, dass er in seiner Rolle als Wohnungssuchender und Mieter in seiner Vertragsfreiheit verletzt werden könne. Auch nach der Einführung des Bestellerprinzips sei es möglich, über die Vermittlung von Wohnraum wirksame Maklerverträge abzuschließen und sich zu der Zahlung der Maklercourtage zu verpflichten.

Neben dem Eilantrag haben die beiden Immobilienmakler zudem Verfassungsbeschwerde eingereicht. Von dem jetzigen Urteil bleibt letztere jedoch unberührt. Es heißt in dem aktuellen Beschluss, dass die Verfassungsbeschwerde der beiden Makler weder offensichtlich unbegründet noch von vornherein unzulässig sei. Somit bleibt den beiden zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Der Hauptkläger Frank Baur ist nicht erfreut über den Richterspruch. Er selbst kann die Begründung der Richter nicht nachvollziehen. Absurd sei die Rechnung der Richter, aus der hervorgeht, dass die Makler lediglich Einbußen in Höhe von 8.200 Euro jährlich zu verkraften hätten. Alle Vermittler würden in dem Rechenspiel der Richter über einen Kamm geschert. Das Gericht habe nicht differenziert zwischen Maklern, die von der Veräußerung von Immobilien leben und daher nicht vom Bestellerprinzip betroffen seien und solchen Maklern, die beinahe nur Vermietungsgeschäfte tätigen und daher starke Einbußen durch das Bestellerprinzip befürchten müssten. Die persönliche Betroffenheit stehe zudem außer Frage, so schloss Baur seinen Kommentar zum Urteil.

Nun bleibt der Klägergruppe nichts anderes übrig, als auf die Verfassungsbeschwerde zu hoffen. Hierfür sei das aktuelle Urteil eine interessante Vorlage, so Frank Baur, um zu sehen, inwieweit Argumente falsch interpretiert worden wären und an welchen Stellen Sachverhalte noch besser begründet werden müssten. Zunächst wird allerdings mit Schlagzeilen wie “Immobilienmakler scheitern mit Klage gegen das Bestellerprinzip” zu rechnen sein.

49 replies
  1. Springler
    Springler says:

    Also ich bin dafür dass alle Makler am 1.6. alle Wohnung ,die zur Vermietung anstehen, nicht mehr anbieten.
    Alle streiken- warum auch nicht wir Makler? Da wäre das erste Chaos vorprogramiert.
    Desweiteren bin ich mir sicher dass Anwälte langfristig davon profitieren und die Gerichte massenhaft mit Klagen von Mietern und Vermietern überhäuft werden, da das Mietrecht falsch angewendet wird.

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  2. dollbohrer
    dollbohrer says:

    schon herb die entscheidung richter sind gut abgesichert makler haben nur bei erfogreicher vermittlung ein einkommen. streiken ist sicherlich ein versuch aber ich muß auch rechnungen bezahlen.

    “damit das mögliche entsteht muss immer wieder das unmögliche versucht werden”

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  3. Andreas Roeder
    Andreas Roeder says:

    das nächste mal bitte besser vorbereiten bevor man für eine ganze Berufgruppe vor Gericht zieht.
    Es zählen auch immer Beispiele und Plausibilität.

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  4. Busch
    Busch says:

    Moin Moin in die Runde,

    ich vermittle zwar selten Mietwohnungen verstehe aber trotzdem einen Großteil meiner Kollegen. Grundsätzlich muss man sich doch fragen nach der Sinnigkeit des Bestellerprinzips. Wer bestellt?=Beide, Vermieter und Mieter, d.h dann sollen doch auch bitte schön beide zahlen. Egal ob Makler oder andere Dienstleistungsbranchen, es wird von beiden Seiten eine Dienstleistung erwartet und abverlangt.
    Das Bestellerprinzip wird hier vollkommen verfehlt und verfälscht, anders kann ich es nicht bezeichnen.
    Grundziel ist es doch hier wieder einzelne Gemüter zu beruhigen, den Markt zu regulieren und wie immer Gesetze in Umlauf zu bringen die alles andere als durchdacht sind. Richter sollen doch Recht sprechen, ich dachte immer Recht hat was mit Gleichberechtigung und Gleichstellung zu tun. Bei diesem Unsinn ist auf jeden Fall nichts davon zu merken, genauso wie mit den Verbraucherschutzgesetzen.

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  5. Konrad
    Konrad says:

    Sicherlich hat das Bestellerprinzip weitreichende Folgen und ganz sicher bleiben hierbei viele Kollegen auf der Strecke !
    Dies zu leugnen ist Augenwischerei . Und auch 8.000 Euro können für kleine Unternehmen viel sein.
    Die Vermietung von Wohnraum deckt leicht laufende Kosten, hält das Angebot “frisch” und sorgt für Empfehlungen. Wer auf Vermietung spezialisiert ist wird seiner Existenzgrundlage beraubt. Diesem Kollegen wird das Wasser abgegraben!!
    Hierbei ist nicht der gesamte Berufsstand betroffen, nein. Der Makler stirbt deshalb nicht aus.
    Viele Kleinunternehmen aber, mit entsprechender Spezialisierung , werden betroffen und getroffen sein und das scheint man ganz bewusst in Kauf zu nehmen.
    Für mich unverständlich.

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    • S.Kinberger
      S.Kinberger says:

      Dem kann und muss ich vollkommen zustimmen. Ich bin einer dieser Kollegen die sich auf Vermietung spezialisiert haben.
      Ich persönlich werde ab 1.6.2015 keine Vermietungen mehr annehmen.
      Da sich das für mein kleines Unternehmen nicht mehr rechnet.
      Für meine Stammkundschaft werde ich selbstverständlich weiterhin in der Vermietung tätig sein.
      Wünschenswert wäre gewesen wenn beide Parteien Eigentümer sowie Mieter 1monats kalt Miete bezahlen würden. Den beide Seiten nehmen einen Makler voll in Anspruch.

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  6. Doris Müller
    Doris Müller says:

    Wir selber vermitteln wenige Mietwohnungen. Doch aus unserem Bestand kommen immer wieder Vermietungen vor.
    Mein Sohn lebt bisher nur aus Vermittlung von Wohnungen und steht nun am Ende. Im wurde die Existenz
    geraubt.

    Meine Meinung, was mischt sich der Staat in alle Angelegenheiten ein. Wer nicht zum Makler möchte, dem steht es frei, er kann sich eine Wohnung über die Medien selber suchen und braucht auch nicht zu
    zahlen.

    Mit diesem Gesetzt wurde Wahlkampf gemacht. Der Makler wird zum Sündenbock und an den Pranger gestellt.

    Doris Müller

    Solche Gesetze sind nicht durchdacht.

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    • S.Kinberger
      S.Kinberger says:

      Dem stimme ich zu.
      Wie ihrem Sohn geht es mir auch.
      Für was hat man viel Geld und Zeit in Schulungen usw. Investiert?
      Man wird bestraft dafür das man sich spezialisiert hat.

      Reply
    • M. Arndt
      M. Arndt says:

      … dem stimme ich auch voll zu. Hat “man” mal wieder eine Berufsgruppe gefunden, um von den wesentlichen, wirklich wichtigen Entscheidungen in Politik und Wirtschaft abzulenken.

      Richter sollten vielleicht erstmal in der Praxis eines Vermietungsmaklers lebensnahe Erfahrungen machen. Zahlen zusammenzählen kann jeder. Offensichtlich ist nicht bekannt, dass es ein paar”Riesenmakler” gibt und
      viele kleine. Letztendlich ist es immer das selbe Spiel. Die Großen werden unterstützt und die Kleinen vernichtet.
      Armes Deutschland.

      Reply
  7. Ana
    Ana says:

    Ich frage mich, warum ständig die funktionierenden Systeme verändert und dadurch etablierte Berufsstände gefährdet werden, anstatt die nicht funktionierenden Systeme zu verändern, von denen es mehr als genug gibt.
    Wenn ein Mieter keine Maklerprovision mehr zahlen muss, sehe ich die Gefahr, dass viele Wohnungen, vor allem in Ballungsgebieten nur kurzfristig als Übergangslösung bezogen werden. Leider sind viele Menschen immer noch so strukturiert, dass der Grundsatz gilt, was nichts kostet ist nichts wert. Und daher wird dann auch viel weniger verantwortungsbewußt agiert. Übernimmt der Vermieter nach dem Bestellerprinzip die Kosten für den Makler, kann ihm passieren, dass ein Mieter schon nach kurzer Zeit wieder auszieht. Passiert dem Vermieter dies innerhalb kurzer Zeit mehrmals, verringert sich seine Rendite an der Immobilie erheblich. Im schlimmsten Falle, wenn er dann auch noch Renovierungskosten hat, ist es für den Vermieter ein Minusgeschäft. Wo ist da der Anreiz für einen Immobilienbesitzer, seinen Besitz zur Vermietung zur Verfügung zu stellen??? Schon heute gibt es zwischen Mietern und Vermietern genügend Reibungspunkte. Ein Makler dient zwischen Mieter und Vermieter als neutraler Vermittler und Puffer. Ich bin gespannt, wenn dieser Puffer wegfällt, weil sich Vermieter erstmal gezwungen sehen, aufgrund des Bestellerprinzips wieder selbst zu vermieten.
    Da bleibt mir nur zu bitten: „Herr, gib mir die Kraft, die Unwissenheit und die Anmaßung auf dieser Erde zu ertragen und die Konsequenzen daraus unbeschadet zu überstehen.“

    Reply
  8. Fentrohs
    Fentrohs says:

    Zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 13.05.2015 – 1 BvO 9/15 –

    Mit dem vorgenannten Beschluss lehnt das Bundesverfassungsgericht den Eilantrag zweier Makler ab, mit dem diese die gesetzliche Einführung des sog. Bestellerprinzips bei Vermietungsaufträgen kippen wollten. Das Gericht begründet seine Ablehnung damit, dass „statistisch gesehen jedes der bundesdeutschen 37.900 Maklerunternehmen einen durchschnittlichen Jahresumsatz – gemessen am Gesamtumsatz – von 451.000 Euro erzielt, die Einbuße durch die gesetzliche Neuregelung sich also lediglich auf ca. 8.200 Euro beläuft“. Dies mag statistisch gesehen vielleicht richtig sein, auf die tatsächlichen Gegebenheiten bezogen ist die Rechnung schlichtweg falsch! Der vom Gericht zugrunde gelegte Umsatz (und weit mehr) wird doch nur von einem kleinen Teil der breiten Masse erzielt. Dies sind große teilweise bundesweit tätige Immobilienunternehmen mit einer Vielzahl von Mitarbeitern. Für einen „Einzelkämpfer“ in kleinstädtischen oder ländlichen Bereichen sind diese Umsätze Phantome und nicht realisierbar. Diese „kleinen“ Maklerunternehmen machen aber geschätzt 60 – 70 % der 37.900 Unternehmen aus. Damit sind also ca. 25.000 Einzelunternehmen ganz oder teilweise eben doch existenzgefährdet! Diesen Gesichtspunkt hat das Gericht bei der pauschalen Auswertung der Statistik völlig außer Acht gelassen. Viele im Vermietungsgeschäft tätige Kollegen haben mal gerade einen Jahresumsatz von 8.200 Euro. Ein Großteil der Vermietungen war bisher nämlich nur möglich, weil wir unsere Dienstleistung für den Vermieter kostenlos anbieten konnten. Aufgrund der Neuregelung ziehen die Vermieter jetzt die Aufträge reihenweise zurück. Vor der Entscheidung über die Verfassungsklage kann dem Gericht nur geraten werden, sich praxisorientiert mit der Situation auseinanderzusetzen und die spezifischen Berufsverbände nach ihrer Sicht der Dinge zu befragen. Diese warnen schon seit langem vor der Einführung des Bestellerprinzips in der jetzt beschlossenen Form, da sie den finanziellen Kollaps für ihre Mitglieder lange vorausgesehen haben. Den klagenden Kollegen wünsche ich – selbst ein Opfer der gesetzlichen Neuregelung – viel Erfolg!

    Reply
  9. Jörg
    Jörg says:

    Offensichtlich ist es politisch gewollt – wir Makler haben ja auch in der Öffentlichkeit einen schweren Stand.
    Das “Bestellerprinzip” so auszulegen, dass für die Makler der Kundenstamm wertlos wird, ist allerding ein schlechter Witz. Leider wird eine höchstrichtlichte Korrektur bzw. die Erkenntnis der Vermieter, dass ein Makler mehr als Besichtigungen macht, für die kleinen Makler zu spät kommen.
    Aber der Sozialstaat hat ja offenbar noch einiges in den Kassen und wird dann auch in vielen Fällen zahlen müssen.
    Es lebe die Freie Maktwirtschaft!

    Reply
  10. Frank Lender
    Frank Lender says:

    Bestellerprinzip – Gesetz der Verlierer!

    Wollten unsere Volksvertreter Chaos, Unfrieden und Unsicherheit bekommen, dass haben Sie nun erfolgreich geschafft.

    Wie werden unsere Volksvertreter reagieren, wenn selbst der letzte Mieter (Wähler) merkt, dass die Wohnung nicht billiger werden?

    Der Sündenbock “Makler” steht nachdem 01.06. nicht mehr zur Verfügung.

    Reply
  11. Gabriele
    Gabriele says:

    Bisher wurde in keinem Kommentar von den Einsparungen der Behörden durch das Bestellerprinzip gesprochen. Hier in Bonn habe ich viele Wohnung an Bundesbedienstet usw. vermietet. Die Courtage übernahm selbstverständlich die Behörde bzw. die Post oder Telekom. Der Eigenvorteil des Bundes ist doch nicht zu übersehen!!
    Ferner sehe ich, dass Vermieter nur noch an langfristen Mietverhältnissen interessiert sind. Der Mieter mit der besten Bonität erhält den Zuschlag.
    Wo ist durch das Bestellerprinzip eine Verbesserung für Familien mit einem Gehaltsempfänger gegeben? Wodurch gibt es durch das Bestellerprinzip mehr Mietwohnungen als vorher?
    Fragen über Fragen!! Freizeit habe ich jetzt genug, so wenig zu tun hatte ich seit 25 Jahren nicht mehr. Das langsame Sterben eines Vermietungsmaklers.

    Reply
  12. Ralf Cabel
    Ralf Cabel says:

    Was für eine blödsinnige Aktion wieder einmal. Dieser Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung kommt in meine Absurditätensammlung gleich neben den “Maklerstreik”.
    Ich halte es nicht für besonders … geschickt, bei der Begründung des Antrages über “wirtschaftliche Nachteile” Einzelner zu argumentieren. Wirtschaftliche Nachteile sind nur die Folge dieses Gesetzes. Entscheidend und damit auch meiner Meinung nach nicht verfassungskonform ist das Gesetz deshalb , weil es das Recht auf freie Vertragsgestaltung zweier souveräner Parteien verneint .

    Reply
  13. H.einz Gustavson
    H.einz Gustavson says:

    Ich fühle mich als Verbraucher, wie durch viele andere Regelhaftigkeiten in anderen Rechtsgebieten auch, entmündigt. Die Regenbogenpresse schreibt, die Politik handelt, gerne auch über den Gesetzgeber in natinalrechtlicher Ausgestaltung von EU-Direktiven (anderer Zusammenhang). David Cameron lässt grüßen.

    Der Grundsatz der Vertragsfreieheit ist kein Verfassungsgrundsatz. Das Grundrecht der Freiheit der Berufswahl ist so lange nicht tangiert, wie Fragen der Berufsausübung eine Gestzesregelung erfahren, die notwendig (Wohnungsnot, Kostenüberbordung als dem Gemeinwohl abträglich etc.) erscheint, die Verhältnismäßigkeit wahrt und die eigentliche Berufswahl nicht beschränkt.

    Soweit so gut, Makler darf man sein, aber ich möchte dort Dienstleistungen gegen Bezahlung vereinbaren dürfen.

    Das fragliche “Gesetzesdesign” zeigt insoweit einen Fehler auf, als der populistische aber wahre Grundsatz, wer bestellt, bezahlt, unterlaufen wird.

    Zukünftig darf ein Makler meines Vertrauens aus seinem Bestand auch gegen meinen ausdrücklichen Auftrag nicht provisionspflichtig für mich mir eine Wohnung vermitteln. Das würde sogar entgegen meiner Beauftragung gelten, wenn mein Makler für einen anderen Auftraggeber neu (also nicht Bestand)auf der Suche war, dieser die “gefundene, neue” Wohnung nicht genommen hat, und mir die neu gefundene Wohnung vermittelt, denn die würde dann ja bereits zu seinem Bestand gehören.

    Nun lebe ich in einem Ballungsraum und muss beruflich in den nächsten wechseln. Ich bin darauf angewiesen, mit meinem Auftrag auch solche Wohnungen vermittelt zu bekommen, die in des Maklers Bestand sind. Andererseits unterläge ich einer starken Einschränkung und schmälere meine Erfolgsaus-sichten in der Wohnungssuche, Irritationen inklusive.

    Im übrigen, soviel weiß ich aus allgemeiner Schulbildung: Der Makler hat eine Preisfindungs- und Marktbereinigungsfunktion, indem er als ehrlicher Mäkler den Interessenausgleich zwischen Vermieter und Mieter herbeiführt. Das erscheint mir wünschenwert, und dafür möchte ich bezahlen dürfen, wenn ich das als angemessen ansehe. Ansonsten schließe ich keinen Vermittlungsvertrag, denn gezwungen bin ich ja nicht.

    Wer bestellt, bezahlt! Ich möchte dafür bezahlen dürfen, meine Chancen in der Wohnungssuche zu erhöhen. Auch der Supermarkt hat einen Lagerbestand. Trotzdem muss ich an der Kasse bezahlen, bei Markenprodukten gerne etwas mehr. Noch geht hier die Regulierung und das Unmündigmachen des Verbrauchers nicht so weit.

    Das Unterstellen fremder Lebenssachverhalte liegt beim Gesetzgeber offenbar innerhalb jeder Lebenserfahrung.

    H. Gustavson

    Reply
  14. Beate Hacke
    Beate Hacke says:

    Für ein kleines Immobilienunternehmen bedeutet das Bestellerprinzip eine 20 bis 30%ige Einbuße der Einnahmen und ist damit eine existenzielle Bedrohung! Es werden bei der richterlichen Berechnung leider alle Makler in einen Topf gesteckt. Verlierer sind nicht nur die Immobilienkaufleute sondern auch die Vermieter (Zeit, Fachkenntnisse, Kosten, ungeeigneter Mieter) und die Mieter (versteckte Mieterhöhungen, qualifiziertes Wohnungsangebot, Zeitersparnis).

    Reply
  15. Andrea Benninghofen
    Andrea Benninghofen says:

    Durch das neue Gesetz bin ich direkt betroffen. In unserer Firma bin ich für die Vermietung zuständig. In Zukunft wird dieser Bereich bei uns wegfallen und somit auch mein Arbeitsplatz. Vielen meiner Kollegen wird es ähnlich gehen. Ich bin 58 Jahre alt und in Zukunft wird wohl der Staat, der dieses sinnlose Gesetz geschaffen hat, für mich sorgen müssen.

    Reply
  16. FredlMUC
    FredlMUC says:

    Die Makler wieder einmal als Ursache allen Übels ausgemacht.

    Die Sau wird seit Jahrzehnten durchs Dorf getrieben, immer dann, wenn die Politik ungelöste Defizite aufweist.

    Dann sucht man sich eine Berufsgruppe aus, deren schlechter Ruf gepflegt wird und tut so, als wenn man mit deren Schelte, besser Eliminierung, das Problem gelöst hat.

    Allein Neid und Populismus -um das Lieblingswort der “Guten” auch einmal zu gebrauchen- hat man damit geschürt! Das Problem ist damit nicht gelöst. Jedoch die schlichten Gemüter reiben sich die Hände.

    Genau! Die Makler sollen also daran die Schuld tragen, dass es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt, dass in einem Ballungsraum die Mieten steigen etc. etc. etc.

    Wer schreibt den Wohnungssuchenden eigentlich vor, eine von einem Makler angebotene Wohnung anzumieten. Warum gibt es überhaupt Wohnungen, die von beauftragten Maklern angeboten werden, wenn deren Dienste doch so überflüssig sind.

    Glaubt man auf Profis verzichten zu können, wenn es darum geht, eine dreistellige Anzahl von Interessenten für ein Objekt zu prüfen, den Richtigen auszusuchen und dann auch noch einen Mietvertrag nach neuesten Vorgaben abzuschliessen?

    Bei einer Provision von 2 Monatsmieten oder gerade mal 3 Prozent bei Verkaufsobjekten wird dann von “Abzocke” gesprochen …
    Wohl nicht gerade zutreffend, wenn man sich die Gewinnspannen anderer Branchen ansieht, oder derzeit 19 Prozent auf nahezu jedes Produkt, die sich Vater Staat reinzieht. Geil auch die Mehrwertsteuer beim Benzinpreis, die auf Energie- und Ökosteuer aufgeschlagen wird. Steuer auf die Steuer, genial!

    Hat der Bürger eine Ahnung von den Gewinnspannen der Automobil-, der Textil- und anderer Industrien?

    Sicher nicht! Stattdessen wird billig eine Berufsgruppe eliminiert, damit die wahren Schuldigen wieder ein bisschen Zeit gewinnen.

    Die Massnahmen werden aber keine einzige Wohnung zusätzlich schaffen

    Die Makler als Ursache des Übels auszumachen ist wahrlich zu kurz gesprungen.

    Reply
  17. Jürgen
    Jürgen says:

    Leider wird in unserem politisch so korrektem Land unserer Berufsgruppe nicht zugestanden was sonst für alle gilt, nämlich nicht diskriminiert zu werden!

    Leider hat auch die von der SPD stark beeinflußte CDU nicht die Eier um gegen das sozialistische Treiben dagegenzuhalten.

    Das haben wir jetzt davon, dass die FDP nichts mehr zu sagen hat. Ich denke mit einer FDP in der Regierung wäre dieser unsägliche Mist so nicht Gesetz geworden.

    Bedauerlicherweise trifft dieses Gesetz, wie ja schon von anderen Kollegen hier beschrieben, uns kleine Firmen am stärksten. Wenn es aber dadurch mit der Zeit weniger kleine Anbieter am Markt gibt, und nur noch die Großen übrig bleiben würden, dann wäre das für die Kunden sicherlich nicht so toll.

    Reply
  18. Sofie
    Sofie says:

    hat eigentlich schon mal jemand in der Vergangeneheit unseres Justizministers – der ja für die Gesetzesänderung verantwortlich ist – recheriert ?( wäre doch was für die ” BILD-Zeitung) Vielleicht haben seine Eltern über einen Makler eine
    Wohnung gesucht und nicht bekommen oder die Vermittlungsgebühr war ihnen zu hoch – oder unser
    Justizminister hatte als Student Probleme an eine Wohnung zu kommen, vieleicht konnte er die Vermittlungsprov. nicht bezahlen oder ein anderer Interessent wurde vom Makler bevorzugt … und, und , und ! Es sind Gedanken u.Überlegungen, warum ein Mensch ( Justizminister ) wie und warum handelt.
    Man könnte annehmen, dass ein Grund wie oben angegeben vorgelegen hat,ja und jetzt hat man entlich die Macht, den Makler zu zeigen wo es lang geht ! Praxisnah oder / und realistisch kann man die Entscheidung unserer Politiker ja nicht nennen. Es hat den Anschein, dass es ein Deal zwischen CDU und SPD war : du stimmst mir bei meinem Gesetzentwurf zu, dafür stimme ich bei deinem Gesetzentwurf zu- basta.Oder wie sehen Sie / Ihr das ?

    Reply
  19. Albert
    Albert says:

    Wer sich nicht vorschreiben lässt, wie hoch seine “Diäten” aus Steuergeldern monatlich ausfallen, sondern deren Höhe auch noch selbst bestimmt, hat auch kein Recht, über die Einkommen anderer Berufsgruppen in unserem Land zu bestimmen. Müssen wir uns das weiter gefallen lassen? Im Übrigen schließe ich mich den anderen Kommentaren an.

    Reply
  20. Kleinhubbert, Hiltrud
    Kleinhubbert, Hiltrud says:

    Den Kommentaren Stimme ich voll zu. Wir Immobilienmakler erfahren keine Wertschätzung und es gibt genügend Neider, die der Meinung sind, das Vermitteln von Wohnraum sei einer Freizeitbeschäftigung gleich zu setzen.

    Ein seriöser Makler ist stets bemüht, dem Vermieter und Mieter gleichermaßen gewissenhaft und zur vollsten Zufriedenheit den erteilten Auftrag zu erfüllen. Deshalb halte ich es für angemessen, die Courtage hälftig auf zu teilen.

    Ich möchte unbedingt darauf hinweisen, dass die Weiterempfehlung immer die beste Werbung ist und endlich damit aufgehört werden muss, den Makler an den Pranger zu stellen.

    Es versteht sich von selber, dass Existenzen bedroht sind und damit auch Mitarbeiter ihren Job verlieren. Außerdem sollte berücksichtig werden, dass auswärts lebende und Berufstätige Mietsuchende gar nicht die Zeit finden, sich selbst am freien Wohnungsmarkt zu orientieren und gern einen Makler mit der Suche nach einer Wohnung beauftragen.

    Durch die Schließung kleinerer Unternehmen werde künftig auch weniger Gewerbe- und Einkommensteuer in die Staatskasse eingehen.

    Ich bin sehr befremdet darüber, dass der Staat zu solchen Mitteln greift und nicht an der richtigen Stelle die Hebel ansetzt.

    Reply
  21. Susanne Kron
    Susanne Kron says:

    In anderen Kontinenten oder Ländern sind Immobilienmakler sehr angesehene Leute. Da wird nicht über eine einmalige Zahlung über diese Dienstleistung die passende Immobilie gefunden zu haben, diskutiert.
    In Deutschland – habe ich das Gefühl – will man an allen Ecken sparen – Lebensmittel (egal, wo sie herkommen), Kleidung (egal ob Kinderarbeit dahintersteckt) etc. etc. – Wir Deutsche sind ein sehr verwöhntes Völkchen! Wenig bezahlen wollen für viel Leistung! “Geiz ist geil” etc. etc. XXXXXL – Schnitzel für 7,80€. Sie fragen sich jetzt: “Was schreibt die da?” ..hat doch damit nichts zu tun. Ich sage – doch – . Es geht auch um Wertschätzung und Vieles mehr!
    Es gibt viele Eigentümer und Mieter, die über einen Makler eine Immobilie gefunden haben, die sehr zufrieden sind mit den Leistungen eines Maklers, wenn er seiner Tätigkeit wertschätzend und sorgfältig nachgeht.
    Die Makler haben nur keine “Lobby” oder keine große. Da kann man drauf schlagen! Es werden noch weitere Gesetze kommen, da bin ich mir ganz sicher. ……………………………………………………………….

    Reply
  22. Loer
    Loer says:

    Ich muß immer mehr feststellen, daß sich die Politik weit vom Bürger entfernt hat.
    Oh Herr vergib Ihnen denn Sie wissen nicht was Sie tun.
    Intelligenztest für Minister sollte als Pflicht eingeführt werden.

    Reply
  23. Bernd Müller
    Bernd Müller says:

    Sehr schade ist, dass bei der ganzen Diskussion, die fehlenden Steuereinnahmen nicht als Argument gegen das Bestellerprinzip angewandt worden sind.

    Der Einzelne freut sich über die Ersparnis. Zahlen wird es die Allgemeinheit. Es wird doch keiner glauben, dass die Rechnung nicht schon aufgestellt ist. Mindereinnahmen sind ja nicht nur bei den Steuern zu sehen, sondern auch bei den Zulieferfirmen vom Makler oder deren Angestellten. Es wird weniger getankt, Schulungen entfallen…….usw.
    Entlassungen sind die Folge.

    Leider lässt sich der Deutsche durch Parolen lenken.
    Diese Entwicklung ist allein der Presse/ TV zuzuschreiben, die durch oberflächliche Recherche und aus populistischen, reißerischen Berichterstattungen entstanden ist.

    Denken wir an den Sender VOX, die den Makler als stumpfsinnigen, geldgeilen, Nichtsnutz darstellen. Der so unnütz ist wie Kopfschmerzen. Eine starke Verantwortung tragen auch die darstellenden Makler. Die solche Aussagen in der Sendung treffen wie „Schei…. hat leider wieder nicht geklappt, hätte sonst 40.000 € Provision einstreichen können und das bei nur zwei Besichtigungen“.

    Man merkt ihr denn gar nichts??? Eure Selbstdarstellungs-Sucht wurde benutzt um den Makler in seiner kleinsten Tätigkeit, der Besichtigung darzustellen.
    Ihr wurdet gesteuert.
    Wen wundert es das Neid aufkommt.

    Nun haben wir es und werden es schwer wieder los.

    Empfehlung:
    Mindereinnahmen für den Staat prüfen
    Prüfen welchen konkreten Nutzen der Staat hat und ob sich hier aus der Verantwortung der Allgemeinheit gestohlen wird
    Mehrausgaben für Akquise realistisch darstellen
    Zulieferfirmen nach Mindereinnahmen befragen
    Meldestelle für entlassene Angestellte aus der Immobilienbranche (Erfassung der Personen)
    Denke die Liste der Argumente gegen das Bestellerprinzip lässt fortführen.

    Reply
  24. Ditta
    Ditta says:

    Moin,

    leider haben da auch unsere Berufsverbände, allen voran der IVD, komplett versagt. Statt im Nachgang in Talkshows zu gehen, hätte man alle Argumente, die ihr lieben Kollegen hier mal wieder vortragt, im Vorfeld anbringen müssen. Besonders die Tatsache, dass der Mietinteressent durchaus auch einen Makler beauftragt. Durchschnittlich besichtigt ein Wohnungssuchender 13 Wohnungen, heißt er nimmt 13 Mal einen Makler mit ca 1,5-2 Stunden Zeit in Anspruch, bezahlt aber nur einen. Welcher dieser Mietinteressenten würde in seinem Beruf gerne umsonst arbeiten? Und wer von uns hat nicht schon in einer leeren Wohnung auf den 13 Uhr Termin gewartet? Wenn wir da jedes Mal eine Rechnung stellen dürften (wie zB Ärzte), dann können wir die Provision gerne abschaffen.

    Reply
    • Rudolf
      Rudolf says:

      Liebe Ditta,

      versagt hat nicht der IVD der 6000 Makler, Verwalter und Sachverständige vertritt, sondern Vereine, die die zu einem Streik aufrufen oder meinen, mit einigen Briefen an Politiker etwas erreichen zu können. In zahlreichen Gesprächen mit Politikern, Beamten in den Ministerien hat der IVD alles das vorgetragen, was hier von vielen geschrieben worden ist.

      Hat der ADAC eigentlich versagt weil es keine “Benzinpreisbremse” gibt? Der ADAC hat 19 Millionen Mitglieder. Und wenn das Bundesverfassungsgericht schon von 39800 Maklern ausgeht, warum sind dann nicht mehr im IVD, der kämpft nämlich für diese Gruppe, nur beitragszahlen will man nicht, aber hinterher schimpfen.

      Reply
  25. Krille
    Krille says:

    die regierung und ihre verwertungsgesellschaften vermarkten verkaufen gerade ganze hauserzeilen strassenzüge an heuschrecken aus dem ausland
    anstatt die eigentumsquote im lande zu fördern
    offenbar ist diese( äusserst niedrige )ein dorn im auge der regierenden.
    wie sonst ist der permanente angriff auf die “erträge” einzelner kleiner vermieter zu erklären.
    aber auch:
    wer keinen grundbesitz hat ist flexibler bei der jobsuche
    wer die vermarktung der strassenzüge als makler begleiten darf
    braucht das klein klein der vermietung nicht

    -nicht nur das
    besteller prinzip, sondern auch die gesamte Mietrechtsprechung die vom BGH umgekrempelt wurde(Mietverträge sind so lang und nun unübersichtlich das Sie eigentlich unverständlich sind, somit vom BGH gekippt werden müssten), mietpreisbremse etc. wirken im Gesamtpaket-

    bevor nicht der letzte stolperstein einem hedgfond gehört oder arabisch/islamischen königshäuser solange wird es keine ruhe geben

    Reply
  26. Jutta
    Jutta says:

    Diskriminierung eines Berufes!

    Deutschland Sozialstaat – ein Sozialstaat ist ein Staat, der in seinem Handeln soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit anstrebt – dies gilt wohl nicht für den Berufszweig des Immobilienmaklers.

    Wie weltfremd sind denn die Gesetze die Politiker erlassen die vom wahren Leben und der Arbeit eines Immobilienmaklers keinen blassen Schimmer haben. Wie kann man nur solch hirnrissige Gesetze erlassen? Haben wir an der ganzen Misere und dem Versagen der Wohnungsbaupolitik Schuld? Wir werden da einfach zum Sündenbock abgestempelt.

    Haben wir jemals jemanden gezwungen über uns eine Wohnung anzumieten? Beschneidet man da den Mieter nicht in seiner eigenen freien Entscheidung? Wieso werden hier Mieter entmündigt?

    Zu allem Übel setzt man auch noch das Wort “ausschließlich” ein. Somit darf ich bei einem Suchauftrag nur einem Wohnungssuchenden diese eine Wohnung zeigen. Geht`s nicht noch weltfremder? Das ist in der Praxis doch gar nicht umsetzbar. Oder denken die Damen und Herren Politiker, dass die Objekte nur so vom Himmel geflogen kommen und der Makler dann nur noch die Hand aufhalten muss?

    Und nur zur Information, der Staat kassiert auch schon kräftig mit an den Maklerprovisionen die mit 19% MwSt besteuert werden. Hierfür sind wir wohl gut genug.

    Nur Pflichten aber keine Rechte! Das sind gravierende Einschnitte in die Berufsfreiheit. Kein anderer Berufszweig ließe sich das so gefallen. Wir müssen schlucken was uns vorgegeben wird. Wir zahlen Steuern und sichern so u.a. die Rente. Außerdem, gibt es nicht in allen Berufen schwarze Schafe? Gibt es nicht auch Ärztepfusch…..?

    Hauptsache den Politikern geht`s nicht an`s Fell und die Diäten werden schön brav regelmäßig erhöht, aber keine Angst, dafür sorgen die schon.

    Deutschland – Sozialstaat. Jedenfalls weiß ich, wen ich NICHT mehr wählen werde.

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  27. Walter Frieling
    Walter Frieling says:

    Hej,
    ich bin dafür das beide, Vemieter und Mieter, sich die Kosten teilen sollten, es ist schon ein enormer Aufwand für den Makler. Wir werden keine Wohnung zur Vermietung aufnehmen wenn es dazu kommen sollte.

    Reply
  28. Angelo Riva
    Angelo Riva says:

    Liebe Kolleginnen/Kollegen,
    zeigt es bei nächster Gelegenheit mit dem Wahlzettel. SPD und CSU/CDU waren sich eins, auf kurze oder lange Sicht den Maklerberuf abzuschaffen. Danke Frau Merkel fürs Einknicken “Abschaffung des Maklers zugunsten der Koalitionstreue” oder im Tausch um andere Interessen.

    Reply
  29. Tomasz Müller
    Tomasz Müller says:

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    die Richter haben doch vollkommen Recht.
    Mensch, wenn wir solche tolle Politiker und Richter nicht hätten, ….
    Saubande!
    Von wegen 8.000€ im Jahr. Keine Ahnung wie die ihre Rechnung zurecht gebastelt haben, aber bei uns ist das monatlich der Fall. Und da soll mir mal einer Erzählen, dass das nicht existensgefährdend ist!

    Reply
  30. R.Müller
    R.Müller says:

    Liebe Kolleginnen u. Kollegen

    Man gewinnt zusehends den Eindruck, dass unser Staat (der ja meint, alles regeln zu müssen), es nur mit unmündigen Bürgern zu tun hat, die nicht in der Lage sind, für sich eigene Entscheidungen treffen zu können und immer an die Hand genommen und geführt werden müssen.
    Das gilt auch jetzt wieder mit dem Bestellerprinzip bei der Vermittlung von Mietwohnungen.
    Ich denke dass jeder für sich selbst entscheiden kann, ob er sich er sich eine Wohnung von einem Makler
    vermitteln lässt und dafür bereit ist, die Maklerprovision in Höhe von 2 Monatskaltmieten zuzüglich der
    19 % Mwst. für die Maklertätigkeit zu entrichten.
    Die Mitbürger, die eine Wohnung mieten wollen sind erwachsene Menschen und benötigen keine Gängeleien von Staatswegen und haben das Recht auf ihre eigene Entscheidung, denn keiner zwingt sie, sich von einem Makler eine Wohnung vermitteln zu lassen.
    Um die Maklertätigkeit noch etwas zu vertiefen, will ich noch hinzufügen, dass der Makler eine Verantwortung gegenüber dem Mietinteressenten und aber auch gegenüber dem Vermieter hat.
    Es ist durchaus möglich, dass für die Vermietung einer Wohnung 18 – 20 Besichtigungen notwendig werden, um einerseits solvente Mieter und andererseits für den Interessenten eine passende Wohnung zu finden, denn das Bestreben eines guten Maklers ist es immer, dass beide Parteien mit der Tätigkeit des Maklers zufrieden sind. Diese Tätigkeit ist mit erheblichen Kosten und Zeitaufwand verbunden, bis die richtigen Mieter gefunden sind.
    Deshalb denke ich, die Verantwortlichen in unserem Staat sollten sich mit wichtigeren Dingen befassen als mit solchen Lapalien und das nur, um vor der Öffentlichkeit als besonders sozial zu erscheinen, um bei den nächsten Wahlen besser zu punkten.
    Zu berücksichtigen dabei ist, auch die Makler und ihre Beschäftigten sind die Wähler bei den nächsten Wahlen.

    Reply
  31. Wolfdieter Hoetzendorfer
    Wolfdieter Hoetzendorfer says:

    Das Urteil ist so zynisch wie das Gesetz. Etwa so, wie wenn man argumentiert: In Deutschland beträgt das Durchschnittseinkommen 1500 € mtl. Das reicht für jeden zum Überleben. Also kann Harz IV und Sozialhilfe abgeschafft werden.

    Reply
  32. Grohnert
    Grohnert says:

    Das negative Urteil zur einstweiligen Verfügung gegen das Bestellerprinzip war so nötig wie ein Kropf. Die negativen Schlagzeilen à la “Makler scheitern mit Klage gegen Bestellerprinzip” werden im Web gerade gehässig kommentiert und verschaffen den Befürwortern des Bestellerprinzips jetzt noch frischen Aufwind.

    Hätte sich der Kollege Frank Baur mal vor seiner unüberlegten Aktion vernünftige Rechtsberatung geholt, wäre schnell klar geworden, dass ein Eilrechtsschutz keine Chancen hatte.

    Ich zitiere den IVD-Newsletter vom 23. April 2015:

    “…Der IVD ist für die Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe aber schon bestens vorbereitet.
    Parallel wurden auch andere juristische Beschwerdemöglichkeiten durch die Anwaltskanzlei Schultz & Seldenick geprüft, die den IVD auch bei der Verfassungsbeschwerde berät. Noch bevor das Gesetz in Kraft tritt, könnte beim Bundesverfassungsgericht im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes ein Antrag auf Aussetzung des Gesetzes gestellt werden. Davon wurde dem IVD allerdings dringend abgeraten. „Das Bundesverfassungsgericht betont in ständiger Rechtsprechung, dass bei der Prüfung, ob die Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Anordnung vorliegen, ein strenger Maßstab anzulegen ist. Sofern es um die Aussetzung eines Gesetzes geht, ist ein besonders strenger Maßstab anzulegen“, so Dr. Michael Schulz. Die Kanzlei sieht daher keine Aussicht auf Erfolg. Sollte es der IVD trotzdem mit der einstweiligen Anordnung versuchen und scheitern, könnte das für die Verfassungsbeschwerde sogar schädlich sein. Der IVD hat daher aus taktischen und ökonomischen Gründen beschlossen, den Empfehlungen der Kanzlei zu folgen.”

    Reply
    • Frank Baur
      Frank Baur says:

      Lieber Kollege Grohnert,

      seien Sie versichert, dass wir uns sehr wohl eine vernünftige Rechtsberatung eingeholt haben. Wir haben auf eigene Kosten auch ein weiteres Rechtsgutachten, neben dem Gutachten des IVD, erstellen lassen.

      Nach wir vor glauben wir auch gut durch den Verfassungsrechtler Herrn Dr. Lipinski sehr gut vertreten zu sein.

      Es steht Ihnen natürlich frei unseren Eilantrag und die Verfassungsbeschwerde als unüberlegte Aktion zu werten.

      Ich selbst werte den bisherigen Verlauf nicht als Misserfolg. Einer der Hauptbeweggründe für unser Vorgehen war die extreme Hetze der Presse der letzten Monate und die verdächtige Stille mit der unsere Branche das über sich ergingen liess.

      Eines unserer Hauptziele haben wir durchaus bereits erreicht. Als Vermietungsmakler erhalten wir derzeit die Chance die Öffentlichkeit auf diesen erbärmlichen Irrsinn hinzuweisen. Auch wenn natürlich viele hämische Kommentare zu finden sind, so erfahren wir derzeit durch die Presse und die Öffentlichkeit durchaus die entsprechende Aufmerksamkeit und erstmals auch ein gewisses Verständnis was das Bestellerprinzip überhaupt für Makler und Mieter bedeutet.

      Wir wollen uns nicht anmaßen zu behaupten, dass unser Weg der richtige ist. Aber ich halte nicht so sehr viel davon im Hintergrund zu jammern und darauf zu hoffen das andere etwas für mich unternehmen.

      Wir haben eine nicht unerhebliche Summe aufgewendet und haben durchaus auch eine Risikoabwägung vorgenommen. Auch ob unser Verfahren dem geplanten Verfahren des IVD schadet haben wir abgewogen. Da es jedoch komplett unterschiedliche Verfahren sind, ist es nicht sehr überlegt uns unterschwellig zu unterstellen das wir dem Verfahren schaden. Alle weiteren Verfahren werden durch die Erfahrungswerte, auch gescheiterter Vorverfahren, profitieren weil die entsprechenden Vorträge den Argumentationen der Verfassungsrichter angepasst werden können.

      Auch der Hinweis in der Ablehnung des Eilantrags, das das Hauptverfahren als solches nicht unbegründet und unzulässig ist, kann bereits als ein Teilerfolg gewertet werden, wenn man weiß wie hoch die Quote der direkten Ablehnung ist.

      Im Übrigen war ich vorab mit dem IVD im Austausch. Sie haben völlig Recht, der Eilantrag im Verfahren des IVD hätte keinerlei Sinn gemacht, deshalb wurde er auch nicht gestellt. Bei unserem Verfahren unterscheiden sich jedoch einige Details gravierend.

      Mit kollegialen Grüßen aus Baden Württemberg
      Frank Baur

      Reply
  33. KW
    KW says:

    Liebe Interessierte,

    ich selbst komme zum 01.06. ins 5te Jahr meiner Selbstständigkeit. Ich bin zudem immer darum bemüht meinen Kunden stehts den Service zu bieten, den ich verspreche.
    Im Bereich der Existenzgründung bin ich stark in der Öffentlichkeit, seit 2011 und tatsächlich von Herrn Maas, dem wir dieses Chaos zu verdanken haben, offiziell zum Botschafter für Existenzgründung ernannt worden. Das war Ende 2013. Noch während meiner Ernennung und im Gespräch/Beantwortung von Fragen, habe ich Herrn Maas auf der Bühne gesagt, dass es wichtige Bereiche dieser Branche gibt, die “reglementiert ” werden sollten, vielmehr sollte eine Neuausrichtung der Ausbildung im Immobilienbereich durchdacht und angegangen werden sollte. Herr Mass schaute mich nur verwundert an und reagierte nicht. Hätte ich damals nur geahnt was geschehen würde….. Nun befinde ich mich in der sensationellen Situation, dass derjenige, der mich zum Botschafter für Existenzgründung ernannt hat, mir gerade meine Existenz entzieht.
    Mein Hauptgeschäft ist seit ca. 2 Jahren der Mietmarkt, dieser bricht für mich, als Kleinunternehmer nun weitestgehend, weg. Es gibt im gewerblichen Bereich Vermieter/Eigentümer, die weiterhin bereit sein werden die Provision der Makler zu bezahlen, zumindest die Hälfte, aber seien wir mal ehrlich, hier, in diesem Strukturschwachen Bundesland, in dem ich tätig bin, wird das auf Dauer nicht klappen. Hier hat der Eigentümer immer noch die Einstellung: “solangs mich nix koscht”.
    Für mich bedeutet das einen starken Einbruch meines Umsatzes.
    Ich bin schon dabei eine Neuausrichtung zu überlegen und mache tatsächlich zum ersten Mal in meiner Immobilienlaufbahn Werbung. Darauf bin ich bislang nicht angewiesen gewesen, haben mich meine Kunden immer fleißig weiter empfohlen. 🙂
    Fakt ist, dass die Portalkosten nicht sinken, im Gegenteil, ich habe eher den Eindruck, dass die Kosten angehoben werden, trotz der angespannten Lage. Viele Kollegen berichten auch, dass das Geschäft seit ca. 2 bis 3 Monaten sehr ruhig ist. Die Kunden warten quasi darauf, dass die Kosten auf den Vermieter umgelegt werden.
    Ich bin der Meinung, dass eine gesetzliche Regelung der Branche keinerlei Vorteile bringt. Das “Gesetz” ist einfach nicht demokratisch und entspricht schon gar nicht der freien und Sozialen Marktwirtschaft. Es wenden sich zudem nur solche Kunden an einen Immobilienmakler, die sich diesen auch leisten können – auch wenn sie es ungerne tun.
    Ich zahle auch ungern Rechnungen, muss es aber trotzdem.
    Richtig wäre es gewesen der Branche nahezulegen, die Provision zu teilen, sprich, wie im Verkauf, eine Innen- und Außenprovision festzusetzen. Denkbar wäre auch gewesen die Provision zu reduzieren, aus 1,5 Monatsmieten, die wiederum geteilt werden, zwischen Mieter und Vermieter. Somit wären alle glücklich. Die Kosten sind halbiert, die Makler haben am Markt mehr Chancen Aufträge zu bekommen, der Kunde ist nicht mit horrenden Kosten bei einem Umzug belastet und der Vermieter kriegt immer noch einen ordentlichen Mieter! Käs gess!
    Schade nur, dass die Verbände meiner Meinung nach nicht stark genug eingetreten sind. Schade ist es auch, dass gerade die Unternehmen nicht zu Wort gekommen sind, die es betrifft, nämlich die Kleinunternehmen, die sich auf den Mietmarkt spezialisiert haben.
    Schade, schade, schade..

    Reply
  34. Ulrike Bolten
    Ulrike Bolten says:

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    den vorangegangenen Kommentaren stimme ich voll und ganz zu. Ich bin seit 2008 in der Immobilienbranche tätig und seit Mai 2010 selbstständig in den Bereichen Vermietung und Verkauf. Bis dato konnte ich die monatlichen Kosten durch die Vermietungen größtenteils decken, was ab dem 01.06.15 jedoch nicht mehr möglich ist. Die zahlreichen Vermietungen in der Vergangenheit haben meine kleine Firma noch vorn gebracht und mir die Möglichkeit verschafft, eine Ausbildung zu absolvieren und Fortbildungen und Akquise zu finanzieren. Heute arbeite ich ausschließlich über Empfehlungen und habe viele Stammkunden. Zukünftig wird das jedoch wegfallen und ich frage mich, wie ich diese Lücke auffangen kann. Denn man verkauft ja nicht jeden Monat ein Haus oder eine Wohnung. Außerdem nehmen Verkaufsobjekte naturgemäß mehr Zeit in Anspruch.
    Haben die “schlauen Köpfe” auch mal daran gedacht, dass es einem Vermieter nahezu unmöglich ist, den richtigen Marktpreis und den optimalen Mieter in angemessener Zeit für ihr Objekt zu finden. Aufgaben, wie die Mietpreisfindung, die zielgruppenrelevante Bewerbung einer Immobilie sowie die Auswahl geeigneter Mieter inklusive Bonitätsprüfung und Mietvertragserstellung sind Dienstleistungen, die nur ein Immobilienprofi erfolgreich erfüllen kann. Nicht zu vergessen sind die Bewerberauswahl und das Management der eingehenden Interessentenanfragen gerade in nachfrage-
    starken Märkten. Ein weiterer Aspekt ist, wenn der Vermieter nicht vor Ort wohnt oder schon ein fortgeschrittenes Alter hat. Wer hilft und unterstützt ihn dann?
    Wenn, wie jetzt, ein funktionierendes System vom Staat “boykottiert” wird, dann wäre die gerechteste Lösung die gewesen, dass die Maklercourtage hälftig vom Vermieter und Mieter getragen wird.
    Ich wünsche allen “Kleinunternehmern und -Unternehmerinnen, dass sie die Kraft und die Ausdauer haben, durchzuhalten und sich mehr auf Verkaufsobjekte zu konzentrieren. Denn wie sagt man so schön: “Die Hoffnung stirbt zuletzt!”

    Reply
  35. gescha
    gescha says:

    Verehrte Kollegen,

    in keinem der Kommentare lese ich, dass halt dann der Eigentümer bei einer erfolgreichen Vermietung zu zahlen hat; wieviel, hat der Gesetzgeber (noch) nicht vorgeschrieben. Ich bin mal gespannt, wieviele Eigentümer ein Entgelt zahlen, oder es aus “Kostengründen” selber probieren, bzw. die Kosten über höhere Mieter wieder herein zu bekommen versuchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen “guten” Mieter finden ist durch die fehlende Erfahrung/Markkenntnis eines Maklers, gering. Wir wissen doch Alle, was uns die Mietinteressenten für Geschichten erzählen, nur um die Immobilie zu bekommen. Ich sehe schon die unbedarften Vermieter vor mir, die all die schicksalhaften Stories der Mietinteressenten glauben und helfen wollen, um dann komplett auf die Nase fallen. Wer ist dann schuld?? Also keine Sorge liebe Kollegen, lass die Vermieter ihre Erfahrungen machen, die kommen schnell wieder zu uns Profis zurück.
    Perfekt wäre meine Vision, wonach a l l e Makler standhaft ihren Vermietern sagen, … sorry, S i e als Eigentümer müssen die Provision von 2 MM zzgl. MWSt zahlen, das ist nicht mein Bier, sondern das hat der Gesetzgeben beschlossen. Wie gesagt, eine Vision

    Reply
  36. Monika Lehwalder
    Monika Lehwalder says:

    Ist doch toll für alle Mietnomaden und Messies.
    Da der Vermieter nicht so gewissenhaft prüfen kann wie der verantwortungsbewusste Makler sind diesen Menschen nun Tür und Tor geöffnet….
    Prima , Unsere Regierung hat nur so super Ideen..Haben den ganzen Tag nichts besseres zu tun um sich solch einen Schwachsinn auszudenken.
    Die Steuer die nun entfallen da viele Makler das Handtuch werfen, werden sicher wo anders draufgezahlt.Ein Hoch auf unsere Politiker…

    Reply
  37. J. Hentschel
    J. Hentschel says:

    Hallo,
    so richtig kann ich all die Kritik hier nicht verstehen. ich habe mit meinen Vemietern erstaunlich gute Erfahrunen gemacht bei der Umstellung darauf, das der Vermieter meine Dienstleistung bezahlt.
    Natürlich muss man sich als Makler den neuen Gegebenheiten anpassen und ein Leistungsangebot bieten, welches andere Kollegen und schon gar nicht der Vermieter leisten kann.
    Dieses hat ein Großteil meiner Kunden angenommen und werden nicht selbst vermieten. Natürlich nicht alle, weil auch diese erst Ihre Erfahrung machen müssen, wenn sie selbst vermieten. Dem sehe ich aber gelassen entgegen, weil bei der Vermietung viel Erfahrung und Fachwissen erforderlich ist.
    Fazit: Ich finde das Bestellerprinzip gut, weil es die Qualität des Maklers deutlich erhöht (die schlechten werden vom Markt verdrängt) und die Bindung zum Vermieter weiter steigt.

    Reply
  38. H.Jaite
    H.Jaite says:

    Auch ich bin hart betroffen- ich hatte bisher nur Vermietungen machen dürfen, wenn der Vermieter nur die Hilfe von mir bekommt und ein neuer Mieter mich bezahlt. Wenn jetzt der Vermieter mich bestellen soll, wird das ausbleiben. Ich habe bereits meine Inseratspakete bei Immowelt und Immonet gekündigt und ziehe mich vorerst zurück. Es sollte eine gerechte Teilung erfolgen : der Vermieter und der neue Mieter jeweils die Hälfte- das wäre noch zu verstehen. Mit der jetzigen Regelung werden alle kleineren Makler Unternehmen mit Spezialisierung auf Vermietung schließen müssen, gehen dann zum Amt und werden vom Sozialamt leben müssen. Das Sozialamt wird aber wieder durch den Staat gezahlt und diese unnötigen Ausgaben hat Niemand mit berrechnet. Ein Mieter kann doch selbst entscheiden ob er sich auf dem freien Markt bedient, deshalb ist diese Gesetzgebung am Sinn vorbei !

    Reply
  39. Thomas Schöffel, BIKA-Immobilien
    Thomas Schöffel, BIKA-Immobilien says:

    Liebe Maklerkollegen im Mietbereich,
    ich bin seit 18 Jahren selbständiger Makler im Großraum Frankfurt am Main und ich habe nur einen einzigen vermieterseitigen Vermittlungsauftrag erhalten können. Seit Monaten mache ich die Erfahrung, daß mir Vermieter aber keinen kostenpflichtigen Vermietungsauftrag geben. Die Antwort lautet: “Wieso soll ich Sie zahlen ? Es rufen doch genügend Leute bei mir an.” Kollegen, wacht auf: Die Akquise, die wir seit Jahren gemacht haben war doch immer im Auftrag des mietsuchenden und dann natürlich auch zahlenden Kunden, des Mieters. Wir leben das Bestellerprinzip doch schon seit Jahren. Ich habe jedenfalls in den letzten 18 Jahren nur einen einzigen Vermietungsauftrag von einem in den USA lebenden Vermieter bekommen. Alle anderen Aufträge (!) waren Mieter, die Schwierigkeiten hatten, eine Wohnung zu finden. Sonst hätten die sich doch an Privatanbieter gewandt. Die Politiker gehen fälschlicherweise davon aus, daß die Vermieter bei uns anrufen und uns beauftragen. Es ist doch genau andersherum.
    Zweitens: Was mache ich mit all´ den Wohnungen, die ich in den Portalen stehen habe ? Ab Montag darf ich sie nicht mehr anbieten. Es steht eindeutig im Gesetz: “… darf kein Entgelt fordern…” Ich darf nur ein Entgelt fordern, wenn ich für einen mietsuchenden auf die Suche gehe. Wenn der aber die von mir angebotene Wohnung nicht nimmt, ich also die Wohnung nun kenne, darf ich sie ja nun logischerweise nicht mehr in ein Portal einstellen, oder ? Ich habe vom Vermieter ja keinen provisionspflichtigen Auftrag, die Wohnung zu vermieten, sondern nur die Erlaubnis, ihm Kunden zuzuführen (“Nein, zahlen tu ich nix. Es rufen genug an.”) Und warum sollte ich eine Wohnung einstellen, die ich dann nicht anbieten darf ? Sollte ich in das Textfeld etwa untendrunter reinschreiben, daß wir diese Immobilie wegen des neuen Gesetzes zwar zeigen, aber nicht anbieten dürfen ? Das ist doch vollkommen bescheuert. Dann kommen bestimmt irgendwelche Abmahnrechtsanwälte, die bestimmt schon auf Montag warten und verklagen mich auf Unterlassung wegen Vertoßes gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb: “Ich würde eine Ware anbieten, die der Kunde aber gar nicht bekommen kann. ” Es ist also das, was in den Portalen im Kleingedruckten als Vorschrift drinsteht, nämlich, daß nur angeboten werden darf, was es auch gibt, ab Montag per Gesetz verboten. Müssen wir nun ab Montag die Mietwerbung einstellen ? Von meinen 14 zu vermietenden Wohnungen habe ich nämlich nur von einem Vermieter einen echten, provisionspflichtigen Vermittlungsauftrag. Ich bin schon am Überlegen, ob ich alle Portalen, die ich bislang für Mietobjekte hatte, fristlos kündige wegen höherer Gewalt. Liebe Kollegen, was mach Ihr ?

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  1. […] neue Maklergesetz – diskutiert unter dem Schlagwort Bestellerprinzip – bringt Schwung in den traditionellen Geschäftszweig der Immobilienvermittler. Fast könnte von […]

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