Vormarktakquise – Kundenfindung der innovativen Art

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Ein Immobilienmakler kann nur dann dauerhaft erfolgreich sein, wenn er sich rechtzeitig um den Nachschub interessanter Objekte für sein Portfolio kümmert. Viele Makler verlassen sich dabei auf Kaltakquise und persönliche Empfehlungen. Dass die Immobilien-Akquise auch anders und noch dazu sehr effizient möglich ist, zeigt ein Blick auf die bei der Vormarktakquise bestehenden Chancen.

Was ist unter einer Vormarktakquise zu verstehen?

Das Ziel bei der Vormarktakqise ist es, sich die Aufträge für die Vermittlung von Wohnungen, Häusern oder Gewerbeobjekten bereits dann zu sichern, wenn sie noch gar nicht auf dem Markt sind. Im Klartext bedeutet das, dass bei der Vormarktakquise die Eigentümer bereits zu dem Zeitpunkt angesprochen werden, zu dem zwar eine Verkaufsabsicht besteht, aber noch keine konkreten Maßnahmen dazu eingeleitet wurden. Das Ziel der Maßnahmen bei der Vormarktakquise ist es, den künftigen Verkäufern zu verdeutlichen, dass sie viele Probleme rund um den Immobilienverkauf ohne eine fachkundige Unterstützung nicht optimal lösen können. Hier spielt vor allem die Frage der erzielbaren Preise eine wichtige Rolle. Jeder Kompromiss des Verkäufers geht zu Lasten der Höhe der möglichen Erlöse.

Wie kann eine Vormarktakquise organisiert werden?

Die meisten künftigen Verkäufer einer Immobilie suchen nach hilfreichen Informationen. Und genau dort kann ein Immobilienmakler seine potentiellen Neukunden „abholen“, indem er beispielsweise Informationsveranstaltungen organisiert. Mögliche Themen für Veranstaltungen sind z.B.

  • Immobilien privat verkaufen – Tipps und Ideen für Eigentümer
  • Meine Immobilie im Alter – dir richtigen Entscheidungen treffen
  • Höchstpreise für Immobilien nutzen – jetzt verkaufen!
  • Vererben von Immobilien – so machen Sie es richtig
  • Mietnomaden – wie schütze ich mich als Vermieter?

Wichtig ist dort, dass der Makler seine eigenen Leistungen als unverzichtbar für die Verkäufer darstellt, was jedoch nicht durch eine einfache Präsentation der möglichen Leistungen geschehen sollte. Die Verkäufer müssen gezielt zur Erkenntnis geführt werden, dass sie beispielsweise durch die Unterstützung eines Maklers trotz der fälligen Provisionen einen höheren Erlös erzielen können. Hier bietet sich die Arbeit mit konkreten Statistiken an, bei denen eine Gegenüberstellung der tatsächlichen Verkaufspreise einer Region mit und ohne die Hilfe eines Maklers möglich ist.

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Vorteile der Hilfe durch Immobilienmakler geschickt verpacken

Wer eine Immobilie verkaufen möchte, sieht sich im Alleingang einigen rechtlichen Herausforderungen gegenüber. Das beginnt bereits bei der Interpretation der Eintragungen im Grundbuch. Was bedeuten welche Lasten und Beschränkungen? Das wäre beispielsweise ein Punkt, der bei den Informationsveranstaltungen zur Vormarktakquise in den Mittelpunkt gestellt werden könnte. Für den Makler rentiert sich hier auch die Kooperation mit einem Anwalt, denn die Hinweise allein durch den Immobilienmakler könnten die Teilnehmer eines Events zur Vormarkakquise als reine Werbung verstehen. Deshalb ist es hilfreich, wenn diese Informationen von einem „unbeteiligten Dritten“ kommen.

Welche Vorteile bietet die Immobilien-Akquise am Vormarkt?

Ein entscheidender Punkt bei dieser Art der Kundenakquise, dass der Makler mit dem Verkäufer bereits in Kontakt tritt, wenn die Verkaufsentscheidung noch reift. In dieser Zeit ist die Immobilie noch nicht am Markt und für den Makler ist sie besonders interessant, da kein Verdrängungswettbewerb herrscht.

Immobilienmakler, die sich bereits über Jahre hinweg mit der Vormarktakquise beschäftigt haben, geben an, dass sich von hundert Teilnehmern einer solchen Informationsveranstaltung zwischen fünf und zehn Verkäufer für einen Auftrag an den Makler entscheiden. Ein Grund für die hohe Erfolgsquote bei der Immobilien-Akquise am Vormarkt ist, dass sich der Makler bei einem solchen Event einerseits mit seinen Fachkenntnissen profilieren kann und am Markt als echter Experte wahrgenommen wird.

Andererseits besteht dabei die Möglichkeit einer ersten Kontaktaufnahme, bei der beide Parteien schauen können, ob „die Chemie stimmt“. Das ist ein wichtiger Aspekt, denn eine Wohnimmobilie ist immer mit persönlichen Emotionen verbunden. Deshalb wünschen sie die meisten Verkäufer, dass sie von Maklern mit einem guten Gespür für Käufer mit ähnlichen emotionalen Vorlieben vermarktet werden.

Ein weiterer Pluspunkt bei der Immobilien-Akquise am Vormarkt ist die Tatsache, dass in der Regel ein längerer Zeitraum für die Vermarktung der Immobilie genutzt werden kann. So lassen sich beispielsweise noch kleinere Renovierungsarbeiten für eine Verbesserung des optischen Erscheinungsbilds realisieren, nachdem der Makler das Objekt vorbereitend besichtigt hat. Auch die Beschaffung der kompletten Unterlagen für einen Verkauf zum optimalen Preis sollte dabei kein Problem mehr darstellen. Hinzu kommt, dass der Makler bei einer erfolgreichen Vormarktakquise die Chance hat, seinen suchenden Kunden die neue Immobile anzukündigen. So lassen sich durch das Bedienen spezieller Anforderungen oftmals höhere Verkaufspreise als bei beim Angebot eines bereits auf dem Markt befindlichen Objekts erzielen. Das bringt für alle Beteiligten Vorteile und genau diese sollten bei den Informationsveranstaltungen zur Vormarktakquise herausgestellt werden.

Immobilien-Startups – Noch mehr junge Unternehmen mit kreativen Geschäftsideen

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Folge 4 der Artikelreihe über neue Startpups stellt die neuesten Unternehmensgründungen rund ums Wohnen vor.

KIWI – Die sichere Lösung für ein schlüsselfreies Leben

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Mehr Wohnkomfort durch moderne Technik, das verspricht das Start-up-Unternehmen KIWI.ki aus Berlin. “KIWI öffnet Türen. Sicher, intelligent, komfortabel. Ohne Suchen, ohne Knöpfe, ohne Schlüssel.” So lautet das Credo des Unternehmens, das die Sicherheitsspezialisten, Unternehmensberater und Juristen Claudia Nagel, Christian Bogatu und Peter Dietrich gegründet haben. Ein Chip, ein Türsensor und wahlweise eine App öffnen Türen ohne Kontakt – Sie dürfen also Aktentasche und Einkaufstüte, Koffer oder Mitbringsel beim Türenöffnen in der Hand behalten und das lästige Kramen nach den Schlüsseln entfällt. Die App fürs Smartphone ist ausgesprochen nützlich: Sie erspart den teuren Schlüsseldienst, falls Sie Ihren Schlüssel vergessen oder verloren haben sollten. Auch der Zugang für Servicekräfte, Handwerker und Versorger lässt sich über das intelligente Türöffnungssystem zeitgenau regeln. Mit dem mobil programmierbaren Türöffnungssystem kommen Notdienste und Feuerwehr ohne Verzögerungen zum Einsatzort – für die Sicherheit des elektronischen Verbundes ist ein geprüftes Codiersystem verantwortlich, das sein Vorbild im Online-Banking hat. Das System wird vermietet.

immoviewer – virtuelle 360° Rundgänge und geführte Online-Besichtigungen

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immoviewer ist das Startup-Unternehmen der 45Info GmbH aus Potsdam. Das Team unter der Leitung von Geschäftsführer Ralf von Grafenstein bietet laut Website des Unternehmens “echte Onlinebesichtigungen für Immobilien.” Mithilfe einer Vollsphärenkamera, einer sogenannten Panoramakamera und einer speziellen Software werden 360°-Ansichten einer Immobilie erstellt, die online von eingeladenen Interessenten betrachtet werden können. Dabei ist ein Monitoring durch den Makler möglich, diesem stehen ein Live-Chat und eine Teilnehmerverwaltung zur Verfügung. Eine App soll demnächst das Angebot vervollständigen.

Room in a Box – Wir machen Möbel mobil

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ROOM IN A BOX mit Sitz in Berlin reagiert mit seinem Angebot auf die Flexibilität der jungen urbanen Professionals, die mit leichtem Gepäck ein Leben als globale Nomaden führen. Das Start-up bietet seit 2013 Möbel, die in einer einzigen Kiste zu verpacken sind und sogar per Post versendet an ihren Zielort gelangen können. Bett, Tisch oder Hocker etwa gibt es fertig konfektioniert, es werden aber auch Sonderanfertigungen geboten. Möglich macht dies die Werkstoffe Wellpappe und Wabenkarton, die hohe Stabilität mit geringem Gewicht verbinden. Die Werkstoffe bestehen zu 85 Prozent aus recycelten Papierfasern und können zu 100 Prozent wiederverwertet werden.

DeineHelfer24 – Helfen ist unser Handwerk

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DeineHelfer24 bietet immobilienbezogenen Handwerkerservice über die eigene Website oder Whatsapp. “Dein zuhause ist in guten Händen” verspricht der Internetauftritt. Hier können Dienstleistungen wie Handwerkerservice, Montag und Aufbau von Möbeln und Küchen sowie Renovierungen von Wohnimmobilien gebucht werden. Dabei versichert DeineHelfer24, dass die Handwerker, die etwa Fliesen legen, Lampen montieren oder Decken streichen, Mitglieder der Handwerkskammer und sozialversichert sind. Alle Leistungen “rund ums Haus” sollen zeitnah und unkompliziert für den Kunden erledigt werden – inklusive Bescheinigung zum Steuersparen und einem Versicherungsschutz bis zu 2 Millionen Euro. Sitz der DeineHelfer24 GmbH ist Berlin, vertreten wird das Unternehmen durch Robert Boer.

BRIXO – Der beste Weg um Immobilien zu finden und zu verkaufen

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Mit BRIXO soll sich am Immobilienmarkt ein neues Immobilienportal etablieren. Das Unternehmen ist ein Ableger der I.P.S. International Portal System Corporation aus den USA in Europa. BRIXO versteht sich selbst als “sinn- und wirkungsvolles Instrument zur Promotion und Verwertung der Immobilien”. Wichtiges Feature sind bei BRIXO die Maklerbewertung und die gepflegten Schnittstellen zu den wichtigsten und bekanntesten Social Networks. Die Betreiber sprechen von einem einfach zu bedienenden Schaufenster für Interessenten und Makler gleichermaßen.

 

GroupEstate – Gemeinsam Immobilien schaffen

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GroupEstate ist ein Start-up-Unternehmen, das Bau- und Kaufwillige zu Baugemeinschaften zusammenführen möchte. Die Plattform bietet ein Verzeichnis aktueller Projekte für Ferien- wie für Wohnhäuser und auf der Website können Planer wie Laien Ihre Projekte einstellen und Mitstreiter suchen. Mithilfe der Plattform von GroupEstate können online Kontakte hergestellt werden, Finanzierungen geplant oder Experten einbezogen werden. Das Bauen in Baugemeinschaften verspricht bei hoher Wohnqualität gute Kosteneffizienz und steht für den Anspruch gemeinschaftsfreundlichen Wohnraum zu schaffen. Die Plattform von GroupEstate kann auch dazu verwendet werden, als Gruppe bereits bestehende Immobilien zu kaufen. Kostenlose Musterverträge und unabhängiger Expertenrat gehören ebenso zum Dienstleistungsspektrum von GroupEstate UG mit Sitz in Berlin. Geschäftsführer sind Joel Dullroy und Christoph Lippert.

 

trapimo – Transparenzportal für Immobilien

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trapimo möchte Transparenz in den Mietwohnungsmarkt bringen: Hier bewerten Menschen Wohnungen, in denen sie zuvor gelebt haben. Diese Bewertungen sollen möglichen Nachmietern die Möglichkeit geben, schon im Vorfeld zu beurteilen, ob die angebotene Wohnung zu ihren Ansprüchen passt. Vernetzen und informieren ist die selbst gewählte Geschäftsgrundlage von trampino. Die Zahl von 56 Prozent unzufriedener Mieter möchte trampino so senken helfen.

casenio – intelligente Hilf- und Komfortsysteme

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Casenio möchte Menschen die Möglichkeit bieten, lange selbstbestimmt zu Hause zu leben – auch im Alter oder wenn Einschränkungen gesundheitlicher Art vorliegen. Dies ermöglichen “intelligente Hilfe- & Komfortsysteme”. Darunter versteht casenio eine Reihe sensorischer Rückmeldungen an eine Zentrale, die Veränderungen bei Elektrogeräten, Licht, Wasser oder Türöffnung, aber auch Bettbelegung und Medikamenteneinnahme registrieren. Entsprechen die Daten nicht dem “erlernten Profil”, wird per SMS, E-Mail, App oder Telefonat die Angehörigen oder das Pflegepersonal benachrichtigt und gegebenenfalls Hilfe organisiert. casenio verspricht einfache Bedienung und den Einbau ohne bauliche Veränderungen, ein Internet- oder Telefonanschluss wird nicht benötigt. 

POTENTIALSPACES – Finde deine ideale Wohngegend

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POTENTIALSPACES fordert jeden Besucher der Website auf: Finde deine ideale Wohngegend! Der Wohnungssuchende gibt bei POTENTIALSPACES online in eine Suchmaske seine Ansprüche ein, beispielsweise seine Wünsche nach Urbanität, Naturnähe oder Wohnniveau und kann diese Suche verfeinern. Das Portal verarbeitet mit wissenschaftlichen Parametern die Eingaben und schlägt Immobilienangebote zur Miete vor, die in einem Wohnumfeld liegen, das dem Interessenten gefällt – schnell, kostenlos und ohne Anmeldung. Anfragen lassen sich speichern. Das Angebot erstreckt sich zurzeit auf Berlin, Hamburg und München, wird aber demnächst deutschlandweit zu nutzen sein. POTENTIALSPACES ist ein Projekt des Instituts für Stadt- und Regionalforschung mit Sitz in Berlin.

room.me – Living Together Made Easy

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Wer einen Mitbewohner für einen ungenutzten Raum sucht, kann die Matching-Algorythmen von room.me nutzen: Passende Lebensvorstellungen und Vorlieben machen das Miteinanderwohnen angenehmer und wer einen Raum zum Wohnen sucht, kann sich als potenzieller Mitbewohner bewerben. room.me UG hat seinen Deutschlandsitz in Berlin, das gleichnamige Unternehmen in den USA sitzt in Kalifornien. Als CEOs der deutschen Tochter sind Max Kersting und Wilko Kunert verantwortlich. Wer möchte, sucht weltweit, die meisten Ergebnisse sind derzeit aber noch in Kalifornien zu finden.

buddyguard.io – Your complete home security system

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buddyguard nutzt neueste Technologien, um Wohnung oder Haus vor fremden Zugriff während der Abwesenheit der Bewohner zu schützen. Unter dem Namen Flare wird ein Sicherheitssystem angeboten, das mit HD-Kamera, Bewegungsmelder, Raumtemperatursensor, Mikrofon und Alarmsystem die Immobilie überwacht und bei Störungen aktiv wird. Über eine App sind die Daten jederzeit vom Nutzer abfragbar. Herbert Hellemann, George Platon und Wouter Verhoog sind die Namen hinter dem Start-up mit Sitz in Berlin.

 

HomeToGo – Ferienwohnungen & Ferienhäuser günstig mieten

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HomeToGo ist ein Start-up der Gründer von swoodoo und Casamundo. Wolfgang Heigl, einer der Gründer, sagt über HomeToGo, es sei die weltweit größte Suchmaschine für Feriendomizile. Das Portal durchsucht alle großen und kleinen Anbieter von Ferienhäusern und Ferienwohnungen und listet mit wenigen Klicks passende Angebote nach Region, Ausstattung, Preis und Reisezeit. Der Sitz von HomeToGo ist in Berlin.

MyRealID – Standisierte Selbstauskünfte. Digital empfangen. Digital verwalten.

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Eine Hilfe für alle Mieter bietet das Start-up-Unternehmen myrealid.com. Hier erstellt der Kunde eine digitale Selbstauskunft, die Vorteile bei der Wohnungsvergabe sichern soll. Eine einfach zu bedienende Eingabemaske erleichtert die Orientierung und die Daten werden bei myrealid.com für eine spätere Verwendung online hinterlegt. Die Selbstauskunft kann ausgedruckt, als PDF oder Email versendet oder bei Bewerbungen auf Objekte direkt zum Onlineabruf zur Verfügung gestellt werden. Vermieter können so bereits vor Besichtigungsterminen einen ersten Eindruck des Bewerbers erhalten. Das Portal wirbt mit dem professionellen und ansprechenden Aufbau des Dokumentes. Benjamin Brosi und Tim Hammermann sind die Geschäftsführer von myrealid.com, der Geschäftssitz ist in München.

Tauschwohnung – Tausche deine Wohnung, dein Haus oder dein WG-Zimmer dauerhaft mit jemand anderem!

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tauschwohnung.com versteht sich als Plattform, die Mietwohnungen direkt zwischen aktuellen Bewohnern vermittelt. Mit wenigen Klicks zur neuen Wohnung – ohne Makler und ohne Besichtigungsstress: Das ist das erklärte Ziel der Plattform tauschwohnung.com. Dazu muss sich der Anbieter wie der Suchende – in diesem Fall ist der Interessent beides in persona – mit der derzeit bewohnten Wohnung anmelden und stellt diese als Tauschoption ein. Dazu notiert er, wo die neue Wohnung liegen soll und stöbert in den vorhandenen Angeboten. Hier können nicht nur ganze Wohnungen getauscht, auch WG-Zimmer können im Portal platziert werden. Derzeit sind nur die Ballungsräume Hamburg, München und Berlin erfasst, das Unternehmen plant jedoch, dieses Angebot zu erweitern.

Rentondo – Wohnung finden und empfehlen

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Neue Wege der Online-Wohnungssuche beschreitet auch das Start-up-Unternehmen RENTONDO. Ende 2015 von Geschäftsführer Tobias Sieper gegründet und mit Sitz in München ist RENTONDO angetreten, die Wohnungssuche in Ballungsräumen zu vereinfachen: Für Mieter wie für Vermieter oder auch Makler. Das Prinzip hinter RENTONDO: Suchende können auf der Onlineplattform ein Gesuch einstellen, ein Profil anlegen und für die Vermittlung einer passenden Wohnung eine Prämie ausloben. Diese Prämie ist nur bei erfolgreicher Vermittlung zu zahlen – an Vermieter, Makler oder andere Menschen, die mit ihren Empfehlungen dazu beitragen, dass die Suchenden schnell ihr neues Zuhause finden. Mit nur wenigen Mausklicks lassen sich Profile vergleichen und so die Wunschmieter kontaktieren. Auch andere User können die Seite nutzen: Wem beim Stöbern eine passende Wohnung einfällt, die zu vermieten ist, empfiehlt die Immobilie und kann sich die Prämie sichern.

Haben Sie bereits Erfahrungen mit einem der hier vorgestellten Unternehmen gemacht oder kennen Sie weitere spannende Start-up-Unternehmen im Immobilienbereich? Nutzen Sie die Kommentarfunktion für Ihre Meinungsäußerung!

Virtual Reality – Zukunftsvisionen und Immobilienvermittlung

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Virtual Reality (VR) – ein seit Jahrzehnten feststehender Begriff – ist das Erfahren und Erleben einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung. Es entsteht eine rechnerbasierte visuell und teilweise auch haptisch erfahrbare Wirklichkeit als Simulation. Die Forschung an diesen Erlebniswelten als virtuelle Realitäten hat Dinge hervorgebracht wie Flugsimulatoren, Cybersex und die modernen TV-Wetterpräsentationen, bei denen ein Sprecher vor einer grünen Wand virtuelle Tasten drückt.

Nun erobern diese avancierten Technologien zur Wirklichkeitssimulation auch die Immobilienbranche. Eingesetzt werden sie, um Dinge erlebbar zu machen, die so noch nicht Realität sind, es aber werden sollen: Bauprojekte.

Bauprojekte anschaulich werden lassen – mit Virtual Reality

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Bildquelle: www.vancouversun.com

Projektentwickler wissen, der Erfolg ihres Unternehmens gründet auch darauf, das Projekt anschaulich machen zu können. Wenn es darum geht, Interessenten als Käufer zu gewinnen für Bauprojekte, die noch in der Entstehungsphase sind, steht die Visualisierung ganz oben auf der Liste wichtiger Marketinginstrumente. Mit Hilfe von Simulationen, die zukünftige Wohn- und Nutzungsmöglichkeiten illustrieren, soll ersetzt werden, was bei einer Besichtigung im Bestandsbau die Regel ist: Raumerfahrung.

Makler wissen, dass nicht alle Interessenten so virtuos mit Phantasie ausfüllen, was die computergefertigten zweidimensionalen Bilder an Wirklichkeitsnähe vermissen lassen. Potenzielle Kunden zögern, wenn sie Räume nicht erleben können. Dies kann besonders zu Beginn eines Bauprojektes zum Problem werden, wenn noch keine Referenzräume gezeigt werden können. Auch die Bewertung der Plausibilität eines Grundrisses setzt viel Erfahrung und Vorstellungskraft voraus. Architekt, Makler und Bauherr mögen die Pläne lesen können, der Kunde aber ist unsicher, ob das, was er vor seinem inneren Auge sieht, auch das ist, was er hinterher erleben kann. Diese Unsicherheit lässt ihn zögern.

Besichtigung mit Wirklicheitsfaktor und VR-Brille

immobilien-virtual-realityEine erprobte Hilfe für die Phantasie der zukünftigen Käufer ist bisher der simulierte Videorundgang und die 360°-Ansicht von Räumen. Das nächste Level der Immobilienpräsentation jedoch ist die Besichtigung mit Hilfe von VR-Umgebungen.

Über eine spezielle VR-Brille, die die tatsächliche Realität ausblendet, sieht der Nutzer eine virtuelle computergenerierte Umgebung, als wäre sie „real“ – im Falle eines Bauprojektes kann der Kunde damit Räume wie „wirklich“ erleben. Das Bewegen innerhalb einer Wohn- oder Gewerbeeinheit ist ebenso möglich, wie die Erfassung kleinster Details in jedem Winkel: Prozessoren berechnen den Blickwinkel des Nutzers und zeigen in Echtzeit, was zu sehen wäre, stünde der Kunde in einer bereits fertiggestellten Wohn- oder Gewerbeimmobilie.

Marktreife haben bereits einige Modelle zur Raumsimulation erreicht: Oculus Rift machte den Anfang, Samsung präsentiert ein neues, kabelloses Modell, die Gear VR-Brille. Ein Smartphone (des Herstellers) genügt, imaginäre Räume entstehen zu lassen. Mit diesen neuen Technologien ist es auch ein Einfaches, verschiedene Ausstattungslinien oder Grundrissvariationen vorzuführen.

Im Dialog mit dem Kunden entsteht vor seinen Augen seine neue Immobilie – maßgeschneidert und zum Wohlfühlen wie ein Anzug. Lichteinfall, Deckenhöhe und die Weite des Raumes werden noch vor dem ersten Spatenstich erlebbar und geben dem Kunden das Gefühl der Sicherheit, das er zu einer Entscheidung benötigt.

Über Kopfhöhrer eingespielte Musik oder freundliche Umweltgeräusche wie Vogelzwitschern macht den virtuellen Besuch der Räume zu einem sinnlichen Erlebnis, das anspricht und in Erinnerung bleibt. Die Software erlaubt es Ihnen, zusammen mit dem Kunden individuelle Wünsche hinsichtlich der Einrichtungsdetails auszuprobieren: Verschiedene Bodenbeläge, farbliche Wandgestaltung oder die Art der Badausstattung werden schnell fotorealistisch umgesetzt. So fühlt sich der Kunde in der virtuellen Wohnwelt schnell „wie Zuhause“.

Ortsunabhängig Kunden in virtuelle Räume begleiten

Grundsätzlich ist die Besichtigung von Räumen als VR an jedem Ort möglich – das macht dieses Marketinginstrument zu einem idealen Hilfsmittel um auch Kunden zu erreichen, die sich nicht in der Nähe einer (geplanten oder realisierten) Immobilien aufhalten. Mit der VR-Technologie führen Sie Ihren Kunden überall auf der Welt in und durch Ihre Wohn- oder Gewerberäume als wären Sie mit ihm vor Ort.

Bisher werden die Rundgänge entweder über einen Joystick gesteuert oder aber Sie legen vorab eine bestimmte Route durch die Räume fest. Als Erinnerungsstütze lässt sich jede Station und jede Modifikation am Interieur als 2-D-Darstellung festhalten und als Ausdruck in die Informationsmappe für den Kunden einfügen. Jederzeit erneut nachvollziehbar wird der Rundgang für den Kunden auch, wenn Sie ihm eine App für ein mobiles Endgerät wie Smartphone oder Tablet senden, mit deren Hilfe er zu jedem gewünschten Zeitpunkt und von jedem Ort einen Panorama-Rundgang starten kann. Alternativ senden Sie einen Link zu einem steuerbaren dreidimensionalen Modell per E-Mail.

virtual-reality-immobilien2Wichtig ist auch die Ausgestaltung der Panorama-Rundgänge im sogenannten Responsive Design. Dieser Fachbegriff umfasst die Gestaltung von Webangeboten in einer Gestaltung, die auf alle Endgeräten – Desktopcomputer, Laptops oder mobile Endgeräte wie Smartphone oder Tablet  –  ausgerichtet ist und sich den unterschiedlichen Darstellungsmöglichkeiten der Endgeräte optimal anpasst.

Zurzeit sind Responsive Design und Virtual Reality noch ein Nischenangebot, doch schon bald könnte die Vorstellung einer Wohnung über eine interaktive Simulation als effektives Mittel die Arbeit des Maklers bei Neubauprojekten deutlich erleichtern.

Wie beurteilen Sie den Einsatz dieser Technologie? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit.

 

Erfolgreich Makeln mit System – so arbeiten die US-amerikanischen Immobilienmakler

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Andere Länder, andere Gebräuche. Das trifft auch auf Immobilienmakler zu. Wer einen unbefangenen Blick auf das US-amerikanische System des Makelns wirft, entdeckt Ideen, die auch für deutsche Makler von Interesse sein können.

Die Zahlen sprechen für sich

Logo des US-amerikanischen Immobilienverbands, dem 90% der Makler angehören

Logo des US-amerikanischen Immobilienverbandes, dem 90% der Makler angehören

Die Vermittlung von Immobilien erfolgt in den USA nach strengen Regeln. In den meisten Fällen arbeitet der Besitzer einer Immobilie mit einem Makler zusammen, der das Objekt auf dem Markt anbietet.

Sämtliche Makler einer Region haben Zugriff auf die Objekte, die in ihrem lokalen Bereich angeboten werden. Demnach kann jeder Makler dieser Region seinen Kunden praktisch jede Immobilie vermitteln, die der Immobilienmarkt in seinem Gebiet bereithält.

Im Detail ist das per Gesetz geregelt und beinhaltet in den meisten Bundesstaaten, dass der Käufer einer Immobilie sich durch seinen persönlichen Käufer-Makler vertreten lässt. Für seine Tätigkeit erhält dieser einen Anteil von der Provision des Maklers, den der Verkäufer beauftragt hat. Wer auf einen Käufer-Makler verzichtet, der sollte wissen, dass der Verkäufer-Makler stets für die andere Partei arbeitet. In der Regel haben also Käufer und Verkäufer je einen Makler, der nur für ihn tätig ist und auch von diesem vergütet wird.

Wie erfolgreich das amerikanische System ist, lässt sich an verschiedenen Zahlen ablesen. Dem US-amerikanischen Maklerverband National Association of Realtors (NAR) gehören 1,1 Millionen Mitglieder an. In der NAR sind somit über 90 Prozent der amerikanischen Makler organisiert. Der Verband gehört zu den wichtigsten Lobbyvereinen der Vereinigten Staaten.

Die im Verband organisierten Makler verkaufen jährlich 6,9 Millionen Immobilien, die privat genutzt werden. Im Durchschnitt wechselt jedes Objekt für rund 175.000 US-Dollar den Besitzer.

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2015 wurden 89% aller Häuser in den USA über einen Makler verkauft, 2001 waren es noch 79%. Quelle: realtor.org

 

 Mit dem Multi-Listing-System (MLS) zum Erfolg

Auffallend für den amerikanischen Markt ist die Tatsache, dass die Zusammenarbeit unter den Maklern sehr ausgeprägt ist. Gemeinschaftliche Abschlüsse sind in den USA Standard machen dort seit Ende des 19. Jahrhunderts bis zu 99 Prozent aller Immobiliengeschäfte aus. Diese Tatsache ist wohl in erster Linie dem Multi Listing System geschuldet, dass die ideale Basis für Gemeinschaftsgeschäfte darstellt. Dabei handelt es sich um webbasierte Datenbanken für Gemeinschaftsgeschäfte, zu denen nur Makler Zugang haben.

Mit Multi Listing Systemen machen sich die Makler im US-amerikanischen Markt unersetzbar. 81% der Immobilien-Verkäufe finden über einen Makler statt (in Deutschland sind es nur etwa 55%). Weitere 9% der Verkäufer organisieren den Verkauf ihrer Immobilie zwar selbst, zahlen einem Makler allerdings eine Gebühr, um über ihn Zugriff auf das MLS zu haben. Öffentliche Immobilienportale haben in den USA einen deutlich niedrigeren Stellenwert als in Deutschland.

Kurze Vermarktungsdauer

Immobilienmakler müssen in den USA anders als in Deutschland eine fachliche Qualifizierung nachweisen

Immobilienmakler müssen in den USA anders als in Deutschland eine fachliche Qualifizierung nachweisen

Die Erfolgsquote der amerikanischen Makler zeigt sich unter anderem an der extrem kurzen Vermarktungsdauer. In den USA gilt bereits eine Vermarktungsdauer von über zehn Wochen als besonders lange.

Außerdem werden die Immobilien in immerhin 80 Prozent auch tatsächlich zu dem taxierten Preis oder sogar höher verkauft. Nicht nur der Makler zieht seine Vorteile aus dem Multi Listing System, auch der Käufer profitiert ebenso davon. Er bekommt auf einen Blick das gesamte Marktangebot zur Auswahl und hat Einblick in die realen Marktkonditionen. Der Verkäufer kann sich darüber freuen, dass sein Haus in einer kurzen Zeitspanne zu einem bestmöglichen Preis verkauft wird. Letztendlich ziehen alle Beteiligten aus dem Multi-Listing-System ihren Vorteil. Auch der Makler, der in der Regel eine Provision erhält, die zwischen 4 bis 6 Prozent liegt.

Zielgerichtet verkaufen – ein weiterer Baustein des Erfolgs

Wen von der erfolgreichen Arbeit der US-amerikanischen Makler die Rede ist, muss auch die Competitive Market Analyse (CMA) erwähnt werden. Diese Wettbewerbs-Markt-Analyse ist einerseits ein Instrument, um einen Alleinauftrag zu erhalten, andererseits ist sie unentbehrlich für den schnellen Verkauf einer Immobilie zu einem angemessenen Preis.

Dank der Multi Listing Systeme werden in den USA 80% der Immobilien

Dank Multi Listing Systeme werden in den USA 80% der Immobilien direkt marktgerecht eingepreist und zum Angebotspreis verkauft

Die Grundlage für die CMA ist das Multi Listing System, Alle vergleichbaren Objekte, die zum Verkauf anstehen, werden mit dem neuen Objekt verglichen. Die Analyse erfolgt in tabellarischer Form und schließt auch Immobilien mit ein, die in den letzten Monaten in der Nachbarschaft angeboten und verkauft wurden.

Die Competitive Market Analyse lässt praktisch nichts aus. Angebot- und tatsächliche Verkaufspreise werden ebenso erfasst und verglichen wie die Zeitspanne, die ein Objekt auf dem Markt war. Auf der Basis dieser Zahlen werden mit Hilfe statistischer Arbeitsweisen vorab der Preis und die wahrscheinliche Zeitspanne für das zu verkaufende Objekt ermittelt.

Besonders empfehlenswerte CMA-Softwaresysteme bereiten die Daten übersichtlich und nachvollziehbar auf. Die Zahlen können in gebundener Form an der Verkäufer übergeben werden, so dass dieser einen genauen Überblick über die Möglichkeiten seines Objekts auf dem Markt erhält, inklusive Preisempfehlung und Vermarktungsplan.

Zu den vergleichbaren Immobilien zu seinem Angebot erhält der Verkäufer ausführliche Exposés, was letztendlich eine gute Grundlage zur Preisfindung bildet.

Wer übernimmt die Datenpflege der MLS?

Auch die beste Datenbank taugt nichts, wenn sie nicht gepflegt und permanent auf den aktuellen Stand gebracht wird. Die Datenpflege der Multi Listing Systeme liegt in der Verantwortung des Maklers. Sie ist festgeschrieben in den Nutzungsbedingungen der lokalen Datenbanken. In der Regel erscheint jedes neue Objekt innerhalb von 24 Stunden im System. Die Darstellung der Immobilien ist vergleichbar mit der eines deutschen Immobilienportals.

Jede Immobilie in den USA wird mit ihrer Verkaufsgeschichte im MLS erfasst und ist für die Makler jederzeit abrufbar

Jede Immobilie in den USA wird mit ihrer Verkaufsgeschichte im MLS erfasst

Ebenfalls in der Datenbank sind weitere relevante Informationen gelistet. Handelt es sich zum Beispiel um einen Alleinauftrag. Oder wer zahlt die Provision und wie teilen sich der Makler des Käufers und der des Verkäufers die Courtage? Persönlichen Zugang zu dem System hat jeder Makler, der im lokalen Ableger der NAR organisiert ist. Er muss dafür einen pauschalen Jahresbeitrag entrichten.

Um Dopplungen zu vermeiden, existiert für jede Region eine eigene MLS-Datenbank, die regelmäßig gepflegt und aktualisiert wird. Auf diese Weise sind in der jeweiligen Datenbank von jedem Haus und jeder Wohnung einer Region Datensätze vorhanden, die bei Bedarf abgerufen werden können. Die Informationen zu den Immobilien sind nicht einfach allgemeiner Natur, sondern umfassen alle Angaben, die für das Haus oder die Wohnung markant sind.

Der Makler hat durch dieses Systematik zu jeder Zeit die tatsächlichen Verkaufsdaten zur Hand und kann damit entsprechend arbeiten. Er weiß, zu welchen Konditionen und in welchem Zeitrahmen ein Objekt bereits auf dem Markt war. Er sieht auf einen Blick, ob es Preisänderungen gegeben hat, ob die Wohnung oder das Haus zu anderen Konditionen erneut angeboten wurde. Selbst wenn es bei einem Objekt in den letzten 15 Jahren Veränderungen bezüglich des Verkaufs gegeben hat, kann der Makler das dank des Multi Listing Systems leicht ersehen.

Mehrmalige Verkäufe sind innerhalb des Systems in untereinander verbundenen Datensätzen ersichtlich. Dabei wird nicht an Details gespart. Der Makler findet ebenso konkrete Informationen über die Vertragsform wie über die Dauer der Vermarktung. Auch Preiskorrekturen werden nicht verschwiegen, so dass der Makler mit einem komplexen Wissen ausgestattet wird. Mit diesen Informationen kann er erfolgreich zum Wohle seines Kunden agieren.

Alleinstellungskriterium schafft Vertrauen

Der amerikanische Kunde erwartet von seinem Makler eine komplexe Kenntnis des Marktes in seiner Region. Durch den Zugang zu MLS verfügt der organisierte Makler über ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den wenigen unorganisierten Maklern. Das schafft Vertrauen. Wobei amerikanische Kunden bei der Wahl eines Maklers auch auf Empfehlungen von Freunden hören und sich in Gesprächen den zukünftigen Makler auswählen.

Wenn die Entscheidung gefallen ist, wird in der Regel ein Makleralleinauftrag geschlossen, der üblicherweise auf sechs Monate beschränkt ist. In dem Vertrag sind alle Details geregelt. So hat der Vertragspartner dem Makler zum Beispiel auch dann eine Provision zu zahlen, wenn er sein Haus oder seine Wohnung ohne die Hilfe des Maklers verkauft.

Im Durchschnitt braucht es in den USA etwa vier Wochen, um ein Haus oder eine Wohnung zu verkaufen. Nur bei 17 Prozent der Verkäufer dauert es länger als sechs Wochen. Und 36 Prozent der Aufträge sind bereits zwei Wochen nach der Beauftragung durch den Kunden erfolgreich abgeschlossen.

Kostenlose Immobilienportale – wie gut werden sie wahrgenommen? Alexa.com weiß die Antwort

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Wer wissen möchte, wie häufig eine Website aufgerufen wird, oder wer sich dafür interessiert, welche Seiten weltweit oder in einem bestimmten Land am häufigsten angeklickt werden, der kann diese Informationen von Alexa.com abfragen. Dieser Dienst registriert und wertet alle Seitenaufrufe im weltweiten Netz aus und erstellt daraus ein Ranking.

Aktuell ergibt die Auswertung beispielsweise für Deutschland folgende Spitzenplätze: Rang eins nimmt Google ein, gefolgt von amazon, facebook und Youtube.

Alexa bietet verschiedene Filtermöglichkeiten – so können Sie auch die Daten zu Immobilienportalen abfragen. Da liegt immobilienscout24 derzeit auf Platz 24, immowelt auf Platz 97 und immonet auf Platz 113 der meistbesuchten Websites Deutschlands. Hier finden Sie das vollständige Ranking der kostenpflichtigen Immobilienportale.

Die frößten deutschen kostenlosen Immobilienportale sortiert nach dem Alexa Rank sind (in Klammern der Alexa Rank Deutschland im Januar 2017):

  1. eBay Kleinanzeigen (6)
  2. quoka (190)
  3. wg-gesucht (357)
  4. wohnungsboerse.net (2.480)
  5. studenten-wg (2.525)
  6. immmozentral (9.641)
  7. privatimmobilien (17.784)
  8. immo4trans (28.128)
  9. NewHome (46.115)
  10. Immokat (55.301)
  11. Wasserblick (60.712)
  12. LocaBerlin.de (90.323)
  13. freeimmo (103.539)
  14. myimmoworld (159.235)

Welche Rolle spielen kostenlose Immobilienportale in Ihrem Maklerbüro? Nutzen Sie jetzt die Kommentarfunktion und teilen Sie Ihre Erfahrungen!

Neue Startup-Unternehmen im Immobilienbereich

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Immer mehr Firmen und Unternehmen verwenden das Internet als Plattform für ihre Geschäftsidee. Sie nutzen die schnelle und unkomplizierte Verfügbarkeit von Informationen, die Möglichkeiten der Vernetzung und die aktiven Social Media Dienst oder setzen auf Cloudworking. Junge Unternehmer makeln online Storage- oder Coworking-Plätze, bieten exakt auf die Bedürfnisse ihrer Klientel zugeschnittene Wohnungssuche oder vermitteln Dienstleistungen rund um die Themen Wohnen – Leben – Arbeiten.

Das weltweite Netz und der Immobilienmarkt – das ist eine Allianz, die neue Möglichkeiten für Immobilienverwerter und Immobilienvermittler schafft, die Käufer und Investoren, Mieter und Dienstleister zusammenbringen kann. Damit dies möglichst reibungslos und bequem von zu Hause aus erfolgen kann, bieten immer mehr Start-up-Unternehmen internetbasierte Dienstleistungen im Immobilienbereich.

In diesem Blog wurden bereits einige dieser innovativen und Erfolg versprechenden Start-ups vorgestellt und nahezu täglich kommen weitere Angebote dazu. Hier nun die kurze Vorstellung einiger weiterer junger Unternehmen, die Internet und Immobilienmarkt miteinander verbinden möchten:

Die größte Gruppe der Neuvorstellungen beschäftigt sich im weitesten Sinne mit Vermittlung:

senioren-wg-finden.de

Dieses Start-up hat seinen Sitz in Hamburg, arbeitet aber laut eigener Aussage von Berlin aus und hat sich der Vermittlung von Senioren-WG-Plätzen verschrieben. „Wohnen im Alter genießen! Finden Sie kostenlos eine Senioren-WG direkt in Ihrer Nähe“ verkündet die Homepage und bietet einen Suchmaske, in der Senioren ihre Wünsche und Bedürfnisse eingeben können. Daraufhin erhält der Suchende eine Reihe von Vorschlägen, die neben den Fakten zur Immobilie auch ein kleines Porträt der Mitbewohner bieten. Der Kontakt zu passenden Anbietern erfolgt dann über einen E-Mail-Austausch. Die Geschäftsführer sind Natascha Wegelin, Carsten Wagner und Volker Golumbek.

spacesharing.eu

Dieses Vermittlungsportal bietet deutschlandweit Büro- und Konferenzräume an, die ein auf Zeit zu mieten sind. Das Credo des Start-ups beschreibt die Homepage: „Geteilte Räume. Doppelte Freude“. Das Unternehmen hat sich dem Ziel verschrieben, nicht genutzten gewerblichen Raum für diejenigen zu öffnen, die nur gelegentlich einen Konferenzraum oder einen Büroplatz benötigen. Der Service und die Vermittlung sind für die Suchenden kostenfrei, bei erfolgreicher Vermietung erhält spacesharing eine Provision vom Vermieter. Die Buchung kann komplett über die Eingabemaske online erfolgen. Gründer dieses Unternehmens mit Sitz in München sind Marco Kroesen, Philipp Pehmer, Tim Spencer und Daniel Brem.

homeday.de

Hier wird Immobilienbesitzern, die gerne ihre Immobilien verkaufen möchten, nicht weniger versprochen als den „besten Makler für Ihre Immobilie“ zu finden. Nach Eingabe der Objektdaten in eine Suchmaske wird unter den besten fünf Prozent aller Makler ein geeigneter Immobilienvermittler vorgeschlagen. Dazu analysiert das Unternehmen Immobilieninserate und Makler-Bewertungen und schlägt dem Kunden denjenigen Makler vor, der zum bestmöglichen Verkaufserlös führen soll. Für die Eigentümer, die den Service nutzen möchten, ist dieser kostenlos. Finanziert wird die Plattform durch eine Provision, die der beteiligte Makler nach erfolgreichem Abschluss leistet. Makler können sich bewerben und werden geprüft, es ist möglich, statt individueller Provisionen einen Rahmenvertrag abzuschließen. Geschäftsführer sind Steffen Wicker, Dimitri Uvarovski und Philipp Reichle. Der Sitz von homeday ist in Köln.

immowire.com

Die Idee hinter immowire ist die Nutzung sozialer Netzwerke zur Immobilienvermittlung. Daniel Litschel und Alexander Kiefer haben ein Portal geschaffen, das wie ein großer Freundeskreis funktionieren soll: über Empfehlung und Vernetzung zur Traumwohnung. Ziel von immowire ist es, Menschen mit den passenden Immobilien über ein soziales Netzwerk zusammenzubringen, in dem alle Beteiligten sofort kenntlich sind. Dazu werden bestehende Social Media Dienste wie Facebook eingebunden. Die Köpfe, die hinter immowire stecken, haben bereits Erfahrungen in der Onlinevermittlung von Immobilien gemacht: Von ihnen stammt die Plattform WG und Wohnung. Noch ist das Unternehmen nicht online, doch in Kürze bereits will man vom Sitz in Frankfurt aus Menschen zu passendem Wohnraum verhelfen. Ein erstes Inserat ist kostenlos, weitere Inserate dann kostenpflichtig.

gopopup.com

Viele Unternehmer testen ihre Geschäftsideen in sogenannten Pop-up-Stores: Zwischenvermietungen auf Zeit, bevor die Immobilie wieder anders genutzt werden wird. Doch wie erfährt die Öffentlichkeit von all den innovativen Läden und Restaurants? Über go–popup. Das Start-up versteht sich als Markplatz und ein Projekt für eine „community“: Jeder, der Informationen teilen möchte, ist herzlich willkommen. Unternehmer sollen mit Immobilienbesitzern zusammengebracht und Pop-ups in ganz Europa promotet werden. Die Website von go–popup ist in englischer Sprache gehalten. Diejenigen, die mehr über gerade aktuelle Pop-up-Stores erfahren möchten, können auf der Website nach Stadt oder Businessform wählen und bekommen eine gut gemachte Übersicht mit informativen Kurz-Porträts sowie einen interaktiven Lageplan präsentiert – selbstverständlich auch über eine App. Gründer des Unternehmens sind Patrick Burkert, Dennis Boehres und Sven Straubinger, der Sitz ist in Berlin.

casavi.de

casavi nennt sich selbst die „digitale Kundenservice-Plattform für die Wohnungswirtschaft“. Das Portal verbindet über verschiedene Service-Angebote Bewohner und Eigentümer, Verwalter und Hausmeister, damit Wohnen und Vermieten reibungslos ineinandergreifen können. Online verfügbar ist eine Dokumentenablage für Verträge und Mitteilungen, ein Vorgangsmanagement für Renovierungen und laufende Instandhaltung, eine Feedback-Option oder ein Schwarzes Brett für alles Informelle – casavi möchte eine effiziente digitale Kommunikation in die Immobilienverwaltung implementieren. Gegründet wurde das Projekt mit Sitz in München von Oliver Stamm, David Langer und Peter Schindlmeier und 2014 vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

buildingradar.com

Ein Portal für Unternehmer und Industrie. Dienstleister, Architekten, Baufirmen und Lieferanten aller Art können hier mit modernen Technologien Informationen zu Bauvorhaben und Baufortschritt unzähliger Großprojekte in aller Welt abfragen. Projekte in der Planungs- und Wettbewerbsphase werden dabei ebenso erfasst wie bereits eingeleitete Bauten. Auftragsvergabe für Neubieter, Folgeverträge für bereits involvierte Unternehmen, Wartungsverträge als Folgeleistung: Alles rund um die harten Fakten eines Großprojektes wird hier systematisch erfasst und zu übersichtlichen Informationen gebündelt. Die Daten eignen sich natürlich auch zur Akquise neuer Makleraufträge.  Der Sitz des Unternehmens ist in München und Paul Indiger sowie Leopold Neuerburg sind die Direktoren des international angelegten Projekts.

Eine weitere wachsende Gruppe von Start-up-Unternehmen widmet sich der Finanzierung von Bauvorhaben:

zinsland.de

zinsland ist eine Plattform, die Crowdfunding für größere Bauvorhaben plant und durchführt. Bauprojekte werden mit umfassenden Informationen und kurzen Filmen vorgestellt, eine objektive externe Einschätzung des Vorhabens und wichtige Hinweise aus Sicht des Verbrauchers komplettieren die Präsentation. Bereits ab 500 Euro wird eine Beteiligung an einem Projekt möglich. Die Anlageform ist dabei ein sogenanntes Nachrangdarlehn, das ab dem Datum der Einzahlung verzinst wird. Ausgezahlt werden der akkumulierte Zins und die revaluierte Einlage nach Fertigstellung des Projektes. Projektentwickler erhalten die Sicherheit, dass die benötigten Gelder auch dann zur Verfügung gestellt werden, wenn die Gesamtsumme nicht über das Crowdfunding erreicht werden sollte. Das Gründerteam des Hamburger Unternehmens besteht aus Moritz Eversmann, Carl-Friedrich von Stechow und Stefan Wiskermann.

brickgate.de

Ähnlich wie zinsland, möchte die Crowdinvestingplattform Bauherren das nötige Mezzaninkapital zur Verfügung stellen und Anlegern die Immobilienfinanzierung auch bei einem Kapitaleinsatz in geringerer Höhe schmackhaft machen. Patrick Böert, der vormals bei Zalando tätig war, und Aleksander Heimrath betreiben das in Berlin angesiedelte Unternehmen, das noch nicht online ist. Auf der Website ist aber bereits zu lesen, in welche Richtung brickgate arbeiten möchte: „We (want) to change the way people invest into European real estate.“

brickvest.com

Auch brickvest möchte Kapitalgeber für Bauprojekte gewinnen, operiert dabei aber international. Die englisch gehaltene Webpage richtet sich an Investoren aus aller Welt, die ihr Kapital mit den finanzierten Immobilien wachsen sehen möchten. Brickvest habe den Investitionsprozess vereinfacht und biete Beteilungen bereits ab 1000 Euro. Jederzeit und von jedem Ort seien der Verlauf, der Ertrag und der Baufortschritt online einsehbar. Ein objektives Rating schätze das Risiko jeder einzelnen Investition. Fairerweise erinnert das Unternehmen daran, dass auch Verluste möglich seien, und weist seine Kunden auf fehlende Garantien bereits auf der Website hin. Die Gesellschaft mit Sitz in London wurde von Emmanuel Lumineau, Thomas Schneider und Adalbert Wysocki gegründet.

Doch auch im Bereich der Dienstleistungen um Wohnen, Bauen und Vermieten herum finden sich neue, prosperierende Start-ups:

boxatwork.com

„Wir kümmern uns um Ihre Sachen. Einfach umziehen, clever lagern“ – das ist das Motto, mit dem boxatwork um Kunden wirbt. Das Unternehmen hilft bei einem anstehenden Umzug: In wiederverwendbaren Boxen verpackt boxatwork Hab und Gut sicher und zuverlässig und transportiert es auf Wunsch auch in die neue Wohnung. Die Boxen sind aus recycelbarem Kunststoff und können bis zu 400 Mal wieder eingesetzt werden – anders als die üblichen Umzugskartons aus Pappe, die bereits nach ein bis zwei Nutzungen zum Altpapier gegeben werden müssen. Telefonisch oder über die Website kann der Kunde die nötige Anzahl Boxen ordern, die Lieferung erfolgt frei Haus. Auch Auslagerungen offeriert boxatwork: alarmgesichert und klimatisiert. Das junge Unternehmen bietet einen umweltfreundlichen Umzugsservice, hat seinen Sitz in Berlin und wird von Gerrit Jan Reinders geleitet.

youisnow.com/startup/keydock

Auf der Plattform für junge Start-up-Firmen, die von ImmobilienScout24 gehostet wird, werden regelmäßig neue Unternehmen vorgestellt, die der Immobilienbranche zugerechnet werden können. Eines davon ist Keydock, gegründet 2014 in Berlin von Ivan Palenik, Julie Berg, Adam Stipak und Vince Audoire. Keydock unterstützt Vermieter, die über Airbnb oder ein ähnliches Vermietungsportal ihre Privatwohnungen an Feriengäste vermieten. Um die Schlüsselübergabe zu erleichtern, organisiert Keydock einen neutralen Ort, an dem der Schlüssel hinterlegt wird. In den ausgewählten Cafés, Kiosken oder Restaurants hat der Mieter jederzeit Zugriff auf die Schlüssel, die anonym hinterlegt werden. Keydock übernimmt die Koordinierung.

switchup.de

Ein Wechseln des Stromanbieters kann zu größeren Einsparungen führen. Dennoch scheuen viele Verbraucher die Mühen des Vergleichens und der An- und Abmeldeformalitäten. Hierfür bietet switchup seine Dienstleistungen an. switchup übernimmt auf Wunsch und auch im Abonnement den Vergleich der aktuellen Tarife und erledigt sämtliche mit dem Anbieterwechsel verbundenen Formalitäten. Jeweils für ein Jahr wird der beste Tarif ausgewählt und anschließend eine neue Angebotsübersicht erstellt. Der Dienst ist für den Verbraucher kostenlos, der Wechselbonus mancher Anbieter wird ungekürzt weitergereicht. Der Wechsel des Stromanbieters erfolgt komplett online. Der Sitz von switchup ist in Köln und Geschäftsführer ist Arik Meyer.

Haben Sie bereits Erfahrungen mit einem der hier vorgestellten Unternehmen gemacht oder kennen Sie weitere spannende Start-up-Unternehmen im Immobilienbereich? Nutzen Sie die Kommentarfunktion für Ihre Meinungsäußerung!

Crowdfunding für Immobilien – die Intelligenz des Schwarms bei Kapitalanlagen

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­Seit einigen Jahren gewinnt ein Projektfinanzierungsmodell in Deutschlands Finanzwelt zunehmend Gewicht: ­das Crowdfunding. Hier finanzieren viele Kleinanleger – der „Schwarm“ oder die „Crowd“ – mit ihren Investitionen größere Vorhaben. In den USA und Großbritannien bereits seit Jahrzehnten als funktionierendes Finanzierungsmodell etabliert, zögerte der deutsche Kleinanleger zunächst lange, bis Fondskrisen und Niedrigzinspolitik der Zentralbanken auch ihn veranlassten, sich nach neuen Anlageformen umzusehen. Seitdem entstehen in rasantem Tempo immer neue ­Crowdfunding-Plattformen.

So funktioniert Crowdfunding

Crowdfunding setzt das fort, was schon Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der Gründer der genossenschaftlichen Bewegungen, erkannte: Viele ermöglichen, was der Einzelne nicht vermag. Über ausgewiesene Internetplattformen werden beim Crowfunding Kapitalgeber für Projekte aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen gesucht. Start-ups und Projektentwickler beschaffen sich so das Startkapital für Ihre Geschäftsidee, Anleger unterstützen merkantile, soziale, kulturelle oder politische Projekte. Die Projekte setzen dabei nicht auf ein oder zwei starke Finanziers, sondern auf die Potenz einer Vielzahl an Investoren mit niedrigem Einsatz.

Über Netzauftritte, Social Media Dienste, Feedback-Foren nutzen die Anbieter das Internet als zentrales Medium für Akquise, Werbung, Information und Kundenbindung. Dem einzelnen Anleger dient das Netz als Möglichkeit zur Durchführung ortsunabhängiger Finanzgeschäfte, der Partizipation an spannenden Projekten und der Verbindung zu anderen aus der Crowd.

Formen des Crowdfunding

Die verschiedenen Arten von Crowdfunding unterscheiden sich hauptsächlich durch den Mehrwert, den das Projekt seinen Geldgebern im Gegenzug zu ihrem Investment bietet.

Das lending-based Crowdfunding (auch „Crowdlending” oder „Schwarmanleihe“ genannt) ist eine Finanzierungsform, bei der Investoren für das eingesetzte Kapital eine Verzinsung erhalten. Das Unternehmen erhält auf diese Weise ein Darlehn bzw. einen Kredit, der sich aus einer Vielzahl niedriger Investments zusammensetzt. Konditionen und Tilgung stehen bereits zu Begin fest, die Höhe des Zinssatzes ist entsprechend der Höhe eines Ausfallsrisikos, das die Investoren tragen.

Mit dem equity-based Crowdfunding nutzen Kapitalanleger eine weitere Form der Schwarmfinanzierung. Der Investor erwirbt mit seiner Einlage eine Beteiligung an einem Unternehmen und partizipiert bei günstigem Verlauf von jährlichem Gewinn und Wertsteigerung. Der Investor erhält als Gegenleistung (equity) Genussscheine oder partiarischen Nachrangdarlehen.

Reward-based Crowdfunding ist die wohl bekannteste Art des Crowfunding. Hier besteht der Mehrwert für den Investor in einer „Gegengabe“ (reward) des Unternehmens, beispielsweise Eintrittskarten, Nutzungsrechte oder Vorzugspreise, die in Bezug zum geförderten Projekt stehen. Kreative Projekte im Kulturbereich oder in der Produktgestaltung nutzen sehr häufig diese Form des Crowfunding.

Eine beliebte Variante ist auch das donation-based Crowdfunding. Hier wird keinerlei Gegenleistung versprochen oder erwartet. Soziale Projekte oder Vereine nutzen diese Form der Unterstützung gerne für gemeinnützige Zwecke und humanitäre Hilfeleistungen.

Im Aufwind: Crowdfunding für Immobilien

Seit Kurzem sind auch Unternehmen aus dem Immobilienbereich unter den Crowdfunding-Angeboten zu finden.

Die Bandbreite der Angebotsarten variiert, von der Investition in einzelne Wohnungen über die Beteiligung am Erwerb von Bestandsobjekten bis zur Anteilszeichnung zur Projektfinanzierung von Neubauten. Ähnlich breit gefächert sind die Laufzeiten der Angebote, die in der Regel zwischen zwei und zehn Jahren betragen. Nach Ablauf dieser vertraglich vereinbarten Zeit wird das eingesetzte Kapital wieder frei. Der Investor erwirbt also nicht ganze Wohnungen oder Häuser, sondern – ähnlich dem Genossenschaftsmodell – lediglich Anteile am Gesamtprojekt. Diese Anteile erhält er nach Ende des Investitionszeitraums zurück – vorausgesetzt alles entwickelt sich wie geplant. Aktienähnliche Zertifikate dienen als Bescheinigung eines nachrangigen Darlehnsanteils, teilweise werden Anteile auch als Genussscheine emittiert.

Wer bietet Crowdfunding für Immobilien an?

Zu den ersten Anbietern gehört Bergfürst. Auch die Schwarmfinanzierer Kapitalfreunde aus Starnberg hat bereits mehrere Immobilien-Objekte über die Crowd finanziert. Wie bei Zinsland stehen hier Profis des Immobilienmarktes und des Baugeschäfts hinter den Plattformen: Immobilienkaufleute, Architekten, Projektentwickler.

Diese Anbieter ermöglichen einem Bauträger, ein Immobilienprojekt zu realisieren indem via Crowdfunding Eigenkapital generiert wird. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, zu dem üblicherweise noch keine Einnahmen oder Gewinne realisiert werden, aber bereits hohe Projektkosten anfallen. Das Schwarmkapital erhöht in diesem Fall das Eigenkapital und stützt die Projektfinanzierung. Dadurch ist es dem Bauträger möglich, großvolumige Kredite von Banken und Geldinstituten zu erhalten.

Hinter den Anbietern stehen nicht selten eine Reihe finanzstarker Investoren, die eine gewisse Absicherung der Projekte im Problemfall übernehmen. Der Anbieter Zinsland beispielsweise versichert auf seiner Website die Projektrealisation auch für den Fall, dass die Marge an Crowd-Kapital nicht erreicht werden sollte. Kapitalfreunde kann bereits im ersten Jahr Kapitalauszahlungen vornehmen und teilweise ist die angestrebte Crowdbeteiligung in der Anlagesumme deutlich überschritten worden. Die Nachfrage besteht offensichtlich und auch Companisto offeriert erste Bauprojekte. Dazu kommen noch einige Einzelanbieter, die, in Form einer Ltd., die Beteiligungen an kleineren Projekten suchen.

Crowdfunding für Immobilien – interessant für den Privatanleger?

Crowdfunding für Immobilien ist für alle Investoren interessant, die gerne ihre Anlagen breit streuen möchten und die Anonymität eines Immobilienfonds ablehnen. Da auch bereits niedrige Summen als Einstieg erwünscht sind, bietet das Crowdfunding für Immobilien auch denjenigen eine Investitionsmöglichkeit, die nur gelegentlich und geringere Summen an Kapital fest binden möchten.

So investieren Sie in Immobilien via Crowdfunding

1. Finden Sie ein interessantes Projekt und prüfen Sie die Details

Orientieren Sie sich ohne Eile über die verschiedenen aktuellen Projekte, prüfen Sie Konzept und Projektträger, die Lage der Immobilie sowie die Laufzeit und die Konditionen der Angebote.

In der Regel verlangen die Portale eine Registrierung als Kapitalgeber, bevor Ihnen die Details eines Projektes zugänglich gemacht werden. Prüfen Sie diese genau und nutzen Sie Foren und Social Media Plattformen für Fragen und um sich mit weiteren Investoren auszutauschen.

2. Funding-Phase und Vertragsschluss

Verfolgen Sie die Funding-Phase: Deren Dauer wird durch den Kapitalsucher festgelegt und nur während dieser Phase können Sie einen Vertrag abschließen. Festgelegt werden hierbei auch, ob die Funding-Phase mit erreichen der Fundingschwelle bereits beendet wird, oder ob die Möglichkeit des Vertragsabschlusses bis zum Ende der Funding-Laufzeit geboten wird. Online und mit wenigen Klicks stellen Sie bei den Portalen die von Ihnen als Anlage gewünschte Summe ein. Prüfen Sie die Verträge und deren Bedingungen sorgfältig, bevor Sie abschließen. Achten Sie auf ein Treuhandkonto.

3. Begleiten Sie aktiv die Projektphase

Während der Projektphase verfolgen Sie „Ihr“ Projekt via Webcam, Infomails der Projektleitung oder aktualisierten Informationen auf der Projektwebsite, Sie kommunizieren mit Projektleitung und anderen Anlegern oder überprüfen vor Ort den Baufortschritt bzw. das Objekt.

4. Happy-End: die Auszahlungsphase

Wann bei Ihrem Projekt die Auszahlungsphase beginnt, ist in Ihrem Vertrag festgehalten. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Darlehnsnehmer mit der Rückzahlung von investierter Summe einschließlich vereinbarter Zinszahlung beginnen. Einige Projektfinanzierer wie Zinsland oder Kapitalfreunde bieten einen jederzeitigen Ausstieg an – auch während der Laufzeit –, bei dem ebenfalls das eingezahlte Kapital erstattet wird. Dies sollten Sie vorab allerdings sorgfältig prüfen. Weiterhin können Sie Ihre Anteile jederzeit verkaufen, sofern Sie einen Käufer finden.

5. Welche Vorteile bietet das Crowdfunding für Anleger und Immobilienunternehmen?

Für den privaten Kapitalanleger reizvoll ist sicher die niedrige Einstiegsschwelle, die ihn auch mit geringen Summen am Immobilienboom teilhaben lässt. Das Kapital lässt sich so leicht streuen, dies mindert das Verlustrisiko. Auch die Transparenz der einzelnen Projekte unterscheidet das Crowdfunding für Immobilien deutlich von der weitgehend anonymen Investition mittels Immobilienfonds. Ausführliche Projektvorstellungen, Webcam-Livestreams oder Videos sowie dialogorientierte Kommunikation über Social Media Plattformen schaffen Vertrauen und geben jederzeit Übersicht über den Stand der Unternehmung. Gegenüber den Fonds machen sich auch der geringere Verwaltungsaufwand und der Wegfall von Provisionen positiv durch höhere Erträge bemerkbar.

Immobilienunternehmen überbrücken mit den Mitteln aus dem Crowdfunding die Phase, in der von den Kreditinstituten bereits Eigenkapitalleistungen erwartet werden, aber durch Verkäufe oder Vermietungen noch keine Einnahmen zu verzeichnen sind. Das Crowdfunding ermöglicht eine Anschubfinanzierung während Projektkosten bereits deutliche Ressourcen verbrauchen, aber die Mittel der Banken noch nicht bereitstehen.

Welche Risiken stecken im Crowdfunding für Immobilien?

Solange das Projekt wie geplant realisiert wird, bestehen kaum Risiken für den Anleger. Doch bei Verzögerungen oder Verschlechterung der Wirtschaftslage, kurz bei allem, was die geplante Rendite infrage stellt, sollte der Geldgeber wissen:

Die Forderungen der Banken haben Vorrang vor den Forderungen der Crowdinvestoren. Nicht umsonst werden beim Crowdfunding Zinssätze erreicht, die am Kapitalmarkt sonst nur bei riskanteren Anlageformen realisiert werden können.

Das Crowdfunding macht hier keine Ausnahme: Je höher der gebotene Zinssatz, desto höher ist das Risiko, das bis hin zu einem Totalverlust gehen kann. Eine einem Sicherungsfonds vergleichbare Absicherung der Einlagen besteht für diese Anlage nicht. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen weist zudem auf die langen Laufzeiten hin, die einige Projekte auszeichnen. Wer schneller wieder an das angelegte Kapital kommen möchte, muss unter Umständen Käufer suchen. Ob und innerhalb welchen Zeitraums dies gelingt, hängt jedoch von der Attraktivität des Objektes ab.

Was halten Sie von dieser neuen Finanzierungsform? Teilen Sie uns Ihre Meinung über die Kommentarfunktion mit

Wenn nur das Beste gut genug ist – Immobilienmakler im Bewertungs-Ranking von Immobilienscout24

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Das bekannteste deutsche Immobilienportal immobilienscout24 bietet als Service für Kunden ein Ranking der “besten” Immobilienanbieter Deutschlands. Dieses Ranking findet viel Beachtung, auch Printmedien wie die WirtschaftsWoche, das Handelsblatt oder das Magazin Focus haben darüber berichtet.

Die Bewertungen stehen an oberster Stelle in dernOnline-Exposes neben den Kontaktdaten des Immobilien-Anbieters. Außerdem können sie über das Branchenbuch von immobilienscout24 aufgerufen werden.

Bewertet werden können die Makler von zukünftigen Mietern oder Käufern, die über immobilienscout24 den Kontakt zum Makler hergestellt haben. Als Kriterien kommen dabei unter anderem die Leistungen Erreichbarkeit, Präsentation der Immobilie und die Beratungsleistung des Immobilien-Profis auf den – allerdings subjektiven – Prüfstand der potenziellen Kunden. Auch wird gefragt, ob der Bewertende den Immobilienvermittler weiterempfehlen würde.

Der Gedanke klingt aus Sicht des Verbrauchers verlockend, denn wer möchte nicht von den “Besten” beraten und betreut werden? Es geht bei der Wohnungsvermittlung schließlich um das neue Zuhause und nicht selten um sehr viel Geld. Dabei sollte möglichst nichts schief gehen und das “Beste” ist hier gerade gut genug. Doch kann das Ranking wirklich die besten Immobilienmakler aus der großen Menge der Vermittler zuverlässig herausfiltern und wie objektiv sind die Bewertungen gerade bei immobilenscout24?

So bewerten Immobiliensuchende den Immobilien-Anbieter:

 

immobilienmakler-bewertungen

 

 

immobilienscout24-bewertung

Wie praxistauglich sind die Bewertungen?

Der Immobilienmarkt ist nicht überall gleich, dementsprechend unterschiedlich müssen die Profile kundenfreundlicher Immobilienvermittler sein. Die Vermittlung von Immobilien in einem Gebiet mit hoher Nachfrage und wenigen Angeboten verlangt eine bestimmte Vermittlungsstrategie, die sich unterscheidet von derjenigen, die in Gegenden erfolgreich ist, in denen das Angebot überwiegt. Eine Ein-Mann-Agentur erreicht kaum das Auftragsvolumen – und damit die Bewertungshäufigkeit –, die ein großes Immobilienunternehmen akquirieren kann.

Immobilienmakler, die zum Beispiel ihren Sitz im Münchener Umland wie im Landkreis Dachau haben, tauchen im Ranking für München nicht auf, obwohl sie tatsächlich jedoch Immobilien vermieten und verkaufen, die sich in München befinden. Weitaus schlimmer trifft es aber Anbieter aus noch kleineren Landkreisen. Diese können nur wenige Immobilien in den eigenen Landkreisen anbieten, weil konjunkturbedingt kaum Angebot und Nachfrage bestehen. Sie werden ebenfalls in den größeren Städten, auf die sie daher ihre Tätigkeit ausweiten, nicht angezeigt und haben keine Chance, in den vorderen Plätzen der  besten Immobilienmakler aufzutauchen.

Fair und transparent – oder nichtssagend bis manipuliert?

Ein weiteres Problem ist die Auswahl derjenigen, die Bewertungen abgeben dürfen. Nach dem Bewertungssystem können sowohl Mieter und Käufer als auch Interessenten einen Immobilienanbieter bewerten.

Die Interessen jener Prsonen aus der letztgenannten Gruppe müssen aber nicht notwendigerweise in Kauf, Verkauf oder Vermietung liegen. Konkurrenten möchten sich einen Überblick über die Leistungsfähigkeit des Kollegen machen oder möchten gar an die Objektunterlagen kommen, um das Objekt selbst anbieten zu können. Sparfüchse möchten den Makler umgehen und direkt mit den Vermietern oder Verkäufern Kontakt aufnehmen, um die Maklerprovision zu umgehen.

Auch Personen, die ungeübt im Lesen der Exposés und Beschreibungen sind und dann mit falschen Erwartungen vor den Objekten stehen, können ihre Enttäuschung über den “schlechten” Makler ebenso in die Bewertungen einfließen lassen wie diejenigen, die wegen fehlender Bonität beispielsweise nicht zum Zuge gekommen sind. Reichlich Spielraum also für strategische Eingaben und Rachebewertungen.

Immobilienscout24 versichert, nachprüfbar ausschließlich diejenigen Bewertungen in die Statistik aufzunehmen, die über das Internetportal initiiert worden sind. Doch da jeder, der eine E-Mail-Adresse hat, eine Anfrage senden kann, ist es leicht möglich, einen lokalen Konkurrenten mit negativen Beurteilungen zu schädigen. Ebenso können sich Makler auch selbst mithilfe von eigens erstellten Bewertungen in ein besseres Licht rücken. Die meisten Immobilienmakler möchten Ihre Zeit lieber in gute Kundenkontakte investieren, aber die Beeinflussung von Rankings bei Bewertungsportalen ist eine Dienstleistung geworden, die leicht beauftragbar ist.

Ansicht der Bewertungen im Kundenaccount des Immobilien-Anbieters

Ansicht der Bewertungen im Kundenaccount des Immobilien-Anbieters

In einer eigenen Rubrik erfasst ImmobilienScout24 die Bewertungen durch Eigentümer. Der Makler muss aktiv eine Bewertungsanfrage an die Eigentümer verschicken, damit sie ihn bewerten können. Natürlich wägt der Makler hierbei vorher ab, ob er vom Eigentümer auch wirklich eine positive Bewertung erhalten wird. Das Risiko, negativ bewertet zu werden, wird er wohl kaum eingehen, und daher im Zweifelsfall lieber auf die Bewertungsanfrage verzichten. Damit ist wirkungsvoll unterbunden, dass in dieser Rubrik überhaupt negative Bewertungen auftauchen.


Wie fair sind die Bewertungen?

Jeder Makler hat zudem die Möglichkeit, diese Bewertungsoption für sich und sein Unternehmen zu deaktivieren. Doch die Meldung, dass die Bewertungen auf Wunsch des Maklers nicht angezeigt werden, klingt nicht vertrauensbildend. Hier ist also noch Feinarbeit am bereits etablierten Wertungssystem erforderlich, soll die Aussagefähigkeit von Kundenbewertungen ein realistisch Bild ergeben.

Als Beispiel kann hier eBay dienen. Hier werden anhand durchdachter Algorithmen diejenigen gesperrt, die nahezu ausschließlich negative Bewertungen abgeben. Auch andere Portale wie yelp und amazon unterhalten ganze Abteilungen, die ausschließlich damit beschäftigt sind, realen Bewertungen von manipulativen zu unterscheiden. Für eine leichtere Einschätzung der Bewertungsqualität wäre eine Freitextfunktion wie bei anderen Bewertungsportalen sicherlich sinnvoll.

Wenn immobilienscout24 daran interessiert ist, die tatsächlich besten Immobilienanbieter Deutschlands zu ermitteln, sollte das Bewertungssystem transparenter, der tatsächlichen Marktsituation angepasst, fair und manipulationsgeschützt sein.

Welche Erfahrungen mit dem Bewertungssystem haben Sie gemacht? Schildern Sie Ihre Eindrücke – die Kommentarfunktion ist für Ihren Beitrag zum Thema eingerichtet.

Start-up-Fieber und Goldgräberstimmung bei den Immobilienportalen

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Das neue Maklergesetz – diskutiert unter dem Schlagwort Bestellerprinzip – bringt Schwung in den traditionellen Geschäftszweig der Immobilienvermittler. Fast könnte von Goldgräberstimmung gesprochen werden, sieht man die vielen Start-up-Unternehmen, die binnen kurzer Zeit mit mehr oder weniger innovativen Vermittlungsmodellen auf den heiß umworbenen Markt drängen. Das Magazin “Deutsche ­Startups” zählt gleich mehr als 30 Neugründungen für den Immobilien-Bereich, die das neu eingeführte Bestellerprinzip als Geschäftsmodell für sich nutzen wollen. Sie alle scheinen zu versprechen, dass Wohnungsvermittlung gleich gut, wenn nicht besser, ohne Makler funktioniert. Kostengünstig, bequem und online.

Dem Verbraucher sollte dies gefallen, doch wie gut und effektiv sind die neuen Dienstanbieter bei genauerer Betrachtung? Und: Steht hier ein Berufsstand vor der Auflösung?

Makler vs. Immobilien-Vermittlungs-Portale: Eine Win-win-Situation?

Vielfach werden aus Kreisen der traditionellen Makler-Unternehmen Stimmen laut, die Zweifel am Erfolg der neuen Immobilien-Vermittlungs-Portale äußern. Wohnen sei ein hochemotional besetztes Thema, bei dem der Makler eine wichtige Vermittlerrolle einnehme. Dessen Know-how sei nach wie vor gefragt. Dafür spricht, dass bei genauerer Betrachtung deutlich wird auch einige der jungen Start-ups auf traditionelle Maklerkompetenzen setzen, nur diese häufig eben nicht auf Provisionsbasis abrechnen. Es sei also hier die Frage erlaubt, ob sich auch zukünftig genug Kunden finden, die für den etablierten Makler-Service die höheren Maklerprovisionen zahlen möchten. Angesichts der Vielzahl neu gegründeter Immobilienvermittlungsportale drängt sich die Frage nach der Marktsättigung auf – wie viele Immobilienvermittlungsportale braucht der Markt?

Diese und andere Überlegungen auf beiden Seiten führen zu partieller Zusammenarbeit der Konkurrenten: Einige der Immobilienvermittlungsportale bieten lokalen Maklern Ihre Plattform als Vertriebsweg für eigene Angebote an und schaffen so zusätzliche Reichweite für Makler-Dienstleistungen. Immomio beispielsweise bietet Kunden kostenpflichtige Zusatzservices wie Exposéerstellung und Besichtigungsservices an, die das Immobilienvermittlungsportal an die regionalen Makler weiterleitet. Es gibt also auch Modelle jenseits des medial verkündeten Kampfes Makler vs. Immobilienvermittlungsportal.

Merkantile Kalkulation ist sicher auch die Begründung für die gesuchte Zusammenarbeit der Portale mit den Maklern: Es ist anzunehmen, dass viele der neuen Start-ups die ersten Geschäftsjahre nicht überstehen werden – sie sind sich selbst Konkurrenz. Kooperationspartner sind daher wichtig für die Etablierung und den Erhalt Ihres Dienstleistungsangebotes.

Die Qualität zum fairen Preis wird den Ausschlag geben – der Verbraucher möchte Zuverlässigkeit, fachliche Kompetenz und individuellen Service. Doch wer den deutschen Markt kennt, weiß, dass der Kunde dies so günstig wie möglich erhalten möchte. Für traditionelle Makler bedeutet dies: Alle Dienstleistungen prüfen und auf Markttauglichkeit sowie auf die neuen Bedingungen hin überarbeiten. Doch gegen wen treten sie an?

Das sind die Herausforderer – Immobilienvermittlungsportale im Überblick

Für alle, die bereits eine Wohnung bewohnen, aber einen geeigneten Mitbewohner suchen, bietet sich comate.me an. Hier verspricht das Portal, durch ausgeklügelte Algorithmen den menschlich passenden Mitbewohner auszufiltern. Die gewünschten Eigenschaften können individuell bestimmt werden.

Für reichlichen Nervenkitzel sorgt die Plattform Condaro. Hier können Suchende online Immobilien ersteigern. Besichtigungen sind nicht vorgesehen, die Vertragsabwicklung erfolgt online. Wohl eher ein Portal für Nervenstarke.

Wer es eilig hat, nutzt devepo. Das Immobilienvermittlungsportal mit Sitz in Frankfurt möchte Maklern und Vermieter bei der Suche nach dem idealen Mieter unterstützen – und wirbt mit lediglich zwei benötigten Stunden Zeitaufwand sowie mit reichlich Zusatzleistungen wie Rechtsberatung, Bonitätsprüfung und Mustermietvertrag.

Ähnliches hat EliteMieter.de als Anspruch formuliert: Nichts Geringeres als die perfekte Partnerschaft zwischen Vermieter und Mieter ist das Ziel – bequem von Zuhause aus und ebenfalls zeitsparend.

In diese Richtung lässt sich auch das Credo von domiando lesen. Das Münchner Unternehmen setzt auf einfache und günstige Vermittlung vom heimischen PC aus, Besichtigungsbetreuungsservice inklusive. Doch EliteMieter.de und domiando sind mit dieser Ausrichtung keineswegs alleine.

Partnerbörsen haben es vorgemacht, faceyourbase greift es auf: das Matching. Hier stellen Wohnungssuchende ihr Profil auf der Website bei denjenigen Wohnungen ein, die ihnen gefallen. Die Auswahl trifft dann – ganz traditionell – der Vermieter. Ebenfalls gekonnte Vermittlung anhand ausgeklügelter Matching-Parametern bieten die beiden Hamburger Start-ups moovin und immomio. Ohne Matching-Points aber mit direktem Vermieterkontakt ohne Maklerbeteiligung wirbt Housy aus Berlin um Kunden, die eine Wohnung oder ein Haus suchen.

Homeday, Homelike und Homewhere.io sind weitere neue Start-ups, die sich die erfolgreiche Vermittlung von Wohnungen vorgenommen haben. Homelike aus Köln hat sich auf möblierte Apartments als Langzeitunterkünfte für Geschäftsreisende spezialisiert, Homeday will den Verkauf und Kauf von Immobilien technologisch up to date bringen und Homewhere bietet sich als eine Art Pool, indem die Wohnungsangebote aller angegebenen Immobilienportale individuell zusammengeführt werden und so auf einen Blick zu erfassen sind.

Für Verkäufer könnte das Angebot von ImCheck24 interessant sein. ImCheck24 bietet kompetente Begleitung über den gesamten Verkauf hinweg an – vom Exposé über den Gutachter zur Wertermittlung, die Auswahl von Kaufinteressenten bis hin zur Betreuung von Besichtigungsterminen und der Erstellung eines Kaufvertrags. Auch Mitadu offeriert vergleichbare Dienste und verspricht, Verkaufen und Couch-surfing einander näher zu bringen. In Kooperation mit regionalen Partnern wie Maklern, Studenten der Immobilienwirtschaft und unternehmensgeschulten Fachleuten soll hier der Verkauf einer Immobilie bequem und unkompliziert bewerkstelligt werden können.

Etwas für Smartfon-Aficionados ist ImmoApply, das sich an Immobilienbesitzer wendet, die neue Mieter suchen. Die Gründer möchten private Vermieter unterstützen und durch die vielfältigen Stolperfallen bei der Mieterauswahl lotsen.

WunderAgent und nesthub, beide Start-ups mit Sitz in Berlin, sowie tenato orientieren sich an Vermieterwünschen, WunderAgent und nesthub (Seite mittlerweile offline) bieten Festpreise, tenanto sortiert per Software Bewerber vor und setzt auf einfache Bedienung der Benutzeroberfläche.

Vermietungsdienstleistungen zum Discount-Festpreis bietet auch Vermietfabrik, vorerst für Hamburg und Rostock. Ebenfalls freuen dürfen sich Hamburger Vermieter über vermietster.de, die alle Aufgaben im Zusammenhang mit einer Vermietung als Komplettservice anbieten – ähnlich wie McMakler. Ein umfassendes Leistungsspektrum bietet auch adequado Vermietungswilligen: Mietersuche, Besichtigungstermine und Wohnungsübergabe für alle, die selbst keine Zeit oder keine Erfahrung haben.

Mit Wunsch-Wohnviertel wird es für Mieter oder Käufer einfacher, sich eine Immobilie in einer bestimmten Region, einem Stadtviertel oder einer Straße zu suchen. Das Portal nennt Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen und Vermieter im ausgewählten Bereich und offeriert die Kontaktdaten zu einem Festpreis.

Für Mieter oder Kaufwillige ist Immobase eine neue Anlaufstelle. Immobase dient als Veröffentlichungsportal für Immobiliengesuche, wobei neben Wohnraum auch Gewerbeflächen gesucht werden können. Ein ähnliches Geschäftsmodell bietet auch Mietercasting. Unter dem launigen Firmennamen Immodelfin finden Interessierte ausschließlich provisionsfreie Angebote für den Großraum Berlin.

Als reines Serviceportal versteht sich das Hamburger Unternehmen immoverkauf24.de. Alle für den Verkauf eines Hauses oder von Grund und Boden relevanten Themen sind hier für Immobilienbesitzer informativ und übersichtlich erläutert. Immoverkauf24.de kooperiert dabei mit Maklern aus der jeweiligen Region. Eine informative Plattform ist auch talocasa, bereits seit 2014 tätig und von Hanse Ventures betreut.

Wer umzieht und einen Nachmieter sucht, für den ist Nachmieter.de das richtige Online-Portal. Eine Monatsmiete kann verdienen, wer das Angebot nutzt. Als Erweiterung von ­AirB‘n’B kommt das niederländische Unternehmen nestpick nach Deutschland. Möblierte Zimmer und Wohnungen für lang- bis mittelfristige Vermietungen sind die Spezialisierung dieses jungen Teams.

Vendomo und Yoventi sehen sich Full Service Agentur zur Immobilienvermittlung, Vendomo möchte Alternative zum Makler sein, Yoventi setzt bewusst auf traditionelle Maklerkompetenzen im neuen Gewand.

Neu auf dem deutschen Immobilienmarkt ist auch rightmove. In Großbritannien ein Marktführer in Online-Immobilienvermittlung expandiert das Unternehmen rasch. Makler und Immobilienentwickler zahlen Lizenzgebühren für die Nutzung der Plattform. rigthmove bindet Käufer wie Verkäufer, Mieter wie Vermieter gleichermaßen über seine Markführerstellung.

Wer sich für einen traditionellen Maklerservice entschieden hat, aber nicht weiß, welcher der geeignete Makler für die eigenen Bedürfnisse ist, dem bieten jetzt 123makler.de, MaklerMeile und Maklerkompass Hilfe bei der Auswahl. Dabei werden Qualität und Preise von Maklerleistungen evaluiert.

Die Zukunft der Makler wird … anders!

Wer sich noch an die Zeiten erinnern kann, als Wohnungsangebote und -gesuche in kryptischen Abkürzungen verklausuliert und ohne Bilder in Zeitungen erschienen, wird nicht umhin kommen, festzustellen, dass sich bereits vieles im Feld der Immobilienvermittlung verändert hat. Wurden noch vor 20 Jahren Exposés nur für hochwertige Immobilien erstellt und vor 10 Jahren zunächst verstärkt schwer vermittelbare Objekte auf den neuen Immobilienportalen mit Fotos und Grundriss präsentiert, so gehören mittlerweile aussagekräftige Unterlagen bis hin zum Video-Rundgang schon fast zur Normalität. Makler bestücken Ihre Geschäftsräume mit professionell gefertigten Fotos der Objekte und engagieren sich als Nachbarschaftsmakler – all das hat zu mehr Transparenz für den Kunden, mehr Service und zu besserer Qualiät der Maklerleistungen geführt.

Auch die neuen Immobilienvermittlungsportale werden ihren Einfluss auf die Tätigkeit eines Maklers haben. Wie der aussehen könnte, zeigen Tendenzen: Makler vernetzen sich, bilden selbst Multi Listing Systeme oder setzen bewusst auf persönliche Betreuung. Sicher wird auch der Rahmen der Provisionszahlungen sich verändern. Festpreisangebote oder Abonnements werden heute bereits angeboten.

Haben Sie bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einem der neuen Immobilienvermittlungsportale gemacht? Wie schätzen Sie deren Zukunft ein? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit.

Der Immobilienmarkt im Wandel: Neue Chancen mit Multi Listing Services

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Als Multiple Listing Service (kurz MLS) werden webbasierte Softwarelösungen bezeichnet, über die Immobilienmakler miteinander kooperieren und Gemeinschaftsgeschäfte abschließen können. Die verschiedenen Objekte werden von allen beteiligten Maklern in einer Datenbank gespeichert, auf die alle Teilnehmer Zugriff haben.

Aus der Sicht von Verbrauchern bieten solche Multiple Listing Services einen großen Vorteil. Sie müssen sich nur an einen Makler wenden, der dann anhand der jeweiligen Vorstellungen auf die Suche nach geeigneten Häusern oder Wohnungen gehen kann. Falls der jeweilige Makler selbst keine passenden Verkäufer kennt, findet er im Idealfall in der großen Datenbank eine Immobilie, die zu den Wünschen seines Kunden passen.

In Nordamerika florieren die Multiple Listing Services: Fast alle Makler sind hier an mindestens ein MLS angeschlossen. Sie haben in den USA und in Kanada eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert trafen sich verschiedene Makler in den Verbandsbüros, um ihre Angebote zu koordinieren. Bis heute hat sich an dieser Praxis wenig geändert, das Internet hat die Koordination jedoch deutlich erleichtert.

Doch anders als in den USA, wo der Multiple Listing Service gewissermaßen den Standard der Vermittlung darstellt, konnten sich MLS in Deutschland bisher nicht durchsetzen. Zum einen liegt dies sicher auch daran, dass es in Deutschland überwiegend einen anhaltenden Verkäufermarkt gibt, der die Akquise lohnender Objekte für Makler schwieriger macht. Zum anderen wohl auch daran, dass in den Multiple Listing Services bisher häufig nur diejenigen Angebote zu finden sind, die nur langfristig und etwas schwieriger vermittelt werden können. Somit sind nicht nur die Angebote weniger attraktiv, sondern auch die Nutzung der Plattformen selbst.

Doch möglicherweise ändert sich das gerade. Der Juni 2015 verzeichnete gleich ­zwei vielversprechende Neuzugänge in den Reihen der Multiple Listing Services: Für Mitglieder des IVD steht ab sofort der gg-Ticker zur Verfügung.

Onoffice, vielen bekannt durch die populäre Maklersoftware, bietet ein eigenes MLS, zunächst nur für seine Kunden. Somit stehen zwei neue attraktive MLS für Gemeinschaftsgeschäfte unter Maklern zur Verfügung.

Praktisch: in onOffice können die in Kundendatensätze eingebetteten Suchkriterien direkt mit den im MLS gespeicherten Objekten abgeglichen werden

Praktisch: in onOffice können die in Kundendatensätze eingebetteten Suchkriterien direkt mit den im MLS gespeicherten Objekten abgeglichen werden

Multiple Listing Services führen in Deutschland ein Nischendasein. Ob in ihnen zukünftig mehr Angebote zu finden sein werden, hängt von der Bereitschaft zur Provisionsteilung der Makler ab

Auf den ersten Blick scheint es für den Makler ein Nachteil, ein solches Gemeinschaftsgeschäft abzuschließen. Sollte es tatsächlich zum Verkauf kommen, wäre schließlich noch ein anderer Makler beteiligt, sodass die fällige Provision zwischen beiden Anbietern aufgeteilt wird – in der Regel hälftig. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es nachvollziehbar, dass man nicht ohne Not die Hälfte seiner Einnahmen eines mühsam akquirierten Auftrags abgeben möchte. Kommen noch schlechte Erfahrungen mit Kooperationen dazu, wie nicht eingehaltene Zusagen, undurchsichtige Verkaufspraktiken bei anderen angeschlossenen Maklern oder Zusatzkosten für spezielle Software, zögern viele Makler, dieses Vermittlungsinstrument weiterhin zu nutzen.

Umgekehrt bieten sich jedoch auch Chancen, da selbst kleinere Makler Zugriff auf ein umfangreiches Angebot haben und bei ihren Kunden punkten können. Wer seinen Kunden nur wenige Objekte bieten kann, läuft Gefahr, sie an einen Kollegen zu verlieren, der ihnen ein passenderes Objekt vermitteln kann. Ist der Makler jedoch in einem gut geführten Multiple Listing Service aktiv, hat er sofort Zugriff auf attraktive Angebote seiner Kollegen. So kann ein Makler in Hamburg seinem Kunden sogar Immobilien in Berlin oder München anbieten.

Aufgrund der traditionellen Ausrichtung deutscher Makler haben die möglichen Vorteile jedoch noch nicht dazu geführt, dass sich Multiple Listing Services in Deutschland durchgesetzt haben. Hierzulande wollen sich die meisten Makler allein um ihre Kunden kümmern, zudem war die Bindung der Deutschen an das Eigenheim in der Vergangenheit sehr stark ausgeprägt. Im Vergleich zu anderen Ländern sind Umzüge bis heute eher selten, und mancher Makler ist auf jeden einzelnen der raren Abschlüsse angewiesen.

Hier finden zwei Aspekte zusammen, die die noch mangelnde Attraktivität der Multiple Listing Services erklären können: Zum einen wirkt hier die fehlende Erfahrung mancher Makler mit Kooperationen: So erschließt sich nicht auf den ersten Blick, dass mehrere geteilte Provisionen oft lukrativer sind als die Provision weniger Alleinabschlüsse, zumale die Provisionsteilung ja frei verhandelt werden kann.

Wenig Beachtung findet auch die stärkere Kundenbindung, die entsteht, wenn dem Käufer nicht nur Betreuung, sondern auch zahlreiche gute Objekte geboten werden können. Gleiches gilt im Falle eines Verkäufers, der sich Ihre Leistung merken wird, wenn Sie sein Objekt dank der Unterstützung der Kollegen schnell und erfolgreich vermitteln. Die Nutzung eines nur für Makler zugänglichen MLS ist zudem also auch ein starkes Argument für die Akquise bei Privatanbietern. Auch wenn es kurzfristig so scheint, als sei die Mitarbeit in einem MLS und die geteilte Provision ein Nachteil, stärkt sie mittel- wie langfristig die Position des Maklers am Markt.

Entscheidend für einen größeren Erfolg der Multiple Listing Services in Deutschland werden sicherlich folgende Aspekte sein:

Eine einfach zu bedienende gemeinsame Software bietet einen unkomplizierten Einstieg und benötigt weder spezielle Vorkenntnisse noch erhöhten Zeitaufwand. Die Übertragung der Objekte erfolgt über die Maklersoftware und den OpenImmo-Standard genauso wie zu einem öffentlichen Immobilienportal. Die Features der Software sorgen für ausreichende Transparenz und Nachvollziehbarkeit aller beim Vermitteln ausgeführten Schritte durch alle Beteiligten. Ebenso wahren die konkurrenzfähigen MLS die Rechtssicherheit der über das Netzwerk getätigten Abschlüsse.

Bei manchen MLS können die Objekte aus dem Netzwerk auch als iFrame auf der eigenen Webseite eingebunden werden. Auf den Immobilienportalen dürfen sie natürlich nur vom Hauptmakler beworben werden. Aus Sicht der Teilnehmer bedeutet das MLS, dass sie bei ihren Kunden vor allem mit hochwertiger Beratung punkten können – schließlich unterscheidet sich das Angebot bei den verschiedenen Maklern in einem Netzwerk nicht voneinander.

Und nicht zuletzt wird die Attraktivität der Multiple Listing Services auch von den Mitgliedern selbst abhängen. Gefragt ist die aktive Mitarbeit aller beteiligten Makler besonders in Bezug auf die Pflege des Immobilienbestandes, Fairness in der Meldung getätigter Abschlüsse und dem Verständnis, Teil eines erfolgreichen Netzwerkes zu sein.

Die neuen Entwicklungen am Immobilienmarkt wie das eingeführte Bestellerprinzip oder die verstärkte Anlagetätigkeit von Investoren sind eine Chance für die Multiple Listing Services. Auch die zunehmende Popularität von großen Immobilienportalen könnte in den kommenden Jahren dazu führen, dass Multiple Listing Services in Deutschland am Markt gewinnen. Schließlich haben Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung hier die Möglichkeit, ihr Objekt selbst zu inserieren und zu verkaufen, der Makler kann somit schnell überflüssig werden. Um sich diesem Trend zu entziehen, müssen Makler also reagieren und ihr Angebot an die Wünsche der Kunden anpassen.

Sehen Sie ebenfalls neue Chancen für Multiple Listing Services? Besitzen Sie Erfahrungen mit Gemeinschaftsgeschäften? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie Ihre Meinung mit den Lesern.